Wennerode. Bei einem Großbrand in einem Ferkelaufzuchtstall ist am Mittwochmorgen gegen 8.20 Uhr, ein Schaden von etwa 300.000 Euro entstanden.
Alle 1200 Ferkel entkamen den Flammen und konnten durch die Feuerwehrleute gerettet und in anderen Stallungen untergebracht werden. Die Ferkel, etwa drei Wochen alt, waren erst am Montag angeliefert worden. Wie der Besitzer berichtete, hatte er gegen 7.45 Uhr den Stall verlassen und alles war noch in Ordnung. Als er dann auf dem Hof mit den anderen Mitarbeitern einen neuen Pflug von einem LKW entladen wollte, stellte er Brandgeruch fest und sah, wie aus einer Entlüftungsanlage schon dunkler Qualm heraus kam.
Die Einsatzkräfte zerschlugen die Fenster, um so den Brand mit Wasser zu bekämpfen. Das Stallgebäude ist in mehrere Abteilungen aufgeteilt. Das Feuer griff schnell um sich, da der Zwischenraum zwischen Decke und Dach mit Sparren aus Holz gefestigt ist. Mit Atemschutz retteten die Einsatzkräfte die Ferkel erst aus dem brennenden Abteil. Erschwert wurde die Rettung durch die sehr starke Rauchentwicklung. Nach und nach wurden alle Ferkel in mehrere leerstehende angrenzende Stallungen getrieben. Wegen der großen Hitze waren bereits einige Kunststoffroste geschmolzen und die Ferkel in die flache Gülle gefallen. Einige liefen auf dem Hof herum, konnten aber später wieder eingefangen werden.
Wie das Veterinäramt auf Anfrage mitteilte, mussten 17 Tiere von einem praktizierenden Tierarzt, wegen ausgedehnter Brandverletzungen, in Abstimmung mit dem Veterinäramt, getötet werden. Die Ferkel müssen in den nächsten Tagen intensiv beobachtet werden, da nicht auszuschließen ist, dass wegen der Rauchgase in den kommenden Tagen Lungenerkrankungen auftreten können.
Gegen 11.30 Uhr war die Vienenburger Ortswehr mit der Wärmebildkamera im Einsatz, immer wieder kam es zum Entzünden von kleinen Glutnestern. Vor Ort waren neben Stadtbrandmeister Burkhard Siebert auch einige Rettungswagen des DRK im Einsatz, zum Glück blieben alle unverletzt. Insgesamt waren 70 Einsatzkräfte von allen Feuerwehren aus dem ehemaligen Stadtgebiet Vienenburg im Einsatz, die letzten Einsatzkräfte rückten erst um 14.30 Uhr ab.
Das Stallgebäude ist von der Kripo versiegelt worden, am heutigen Donnerstag werden Gutachter die genaue Brandursache ermitteln. Die nahe gelegene L 510 musste für drei Stunden voll gesperrt werden und der Verkehr wurde über Abbenrode umgeleitet.
Text/Fotos: Hohaus
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