Wie alljährlich zu Beginn der Saison wurde ins Heimatmuseum Hornburg zum Diavortrag eingeladen.
Henning Meyer hatte in diesem Jahr das Thema des Vortrags „Von der Quelle bis zur Einmündung der Ilse“ ausgewählt. Sein Vortragsinhalt Ohne Wasser kein Leben handelte von der Quelle der Ilse, der Wehranlage Oberfall, der Hagenmühle mit alten Innenaufnahmen, dem Wasserradneubau und vom Mühlenfest.
Die Plätze reichten nicht aus, es mussten noch Stühle herbeigeholt werden, als Karin Körner, die 1. Vorsitzende vom Förderkreis Heimatmuseum, die Veranstaltung eröffnete.
Die Ilse entspringt in 960 m Höhe im Ilsetal und legt 875 Höhenmeter bis zur Einmündung in die Oker zurück.Über das Ilsetal geht es in Richtung Veckenstedt, Osterwieck, Hoppenstedt, Hornburg und Börßum, dort mündet sie dann in die Oker.
Bereits 1824 ist der Dichter Heinrich-Heine an der Ilse entlang gewandert. Unterwegs kann man an der Prinzess-Ilse-Quelle das saubere Wasser zu sich nehmen. An der Wehranlage Oberfall unterhalb des Fallsteines wird die Ilse in zwei Arme geteilt und wird zur Mühlen-Ilse. In diesem Bereich wurde viel gebadet, denn eine Badeanstalt gab es damals nicht. Im Jahr 1927 wurde das Wehr neu gebaut, es gab aber nur eine Wassertiefe von 1,40 m. Bei Hochwasser war es die Böse Ilse, denn die Ilse wurde nicht, wie die anderen Flüsse, durch eine Talsperre geregelt. Die Mühlen-Ilse versorgte die Mühle mit Wasser, denn das Wasserrad, ein Teil der Mühle wurde damit angetrieben.
Die Mühlenilse wurde 1983 zurückgebaut, weil 1969 die Mühle aufgegeben wurde. Denn Rechte waren mit Pflichten verbunden und der Bachlauf musste immer entschlammt werden. 1932, als das Stadtbad gebaut wurde, wurde es mit Wasser aus der Mühlen-Ilse versorgt. Abgelassen wurde es in die Kanal-Ilse. Auch die Zuckerfabrik entnahm das Wasser aus der Kanal-Ilse, es wurden damit die Rüben gewaschen. Ss mussten damals 530 Reichsmark an Gebühr bezahlt werden.
Der Fluss wurde auch als Pferdeschwemme genutzt. Wenn die Pferde von den Ackerarbeiten kamen, war das für Pferde eine große Abkühlung.
Die Mühlen-Ise diente auch schon als Filmkulisse, so wurde 1953 der Film Wenn die Abendglocken läuten mit Willi Bürgel gedreht, auch die ZDF-Drehscheibe und SAT1 waren schon Gast in Hornburg.
Homepage: Heimatmuseum Hornburg
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