Montag, 12. Januar 2026 10:47
Projektwoche
Die Kinder präsentierten die Projektwoche.

Projektwoche an der Grundschule Immenrode

Projektwoche Hospiz macht Schule in der Grundschule Immenrode

Ein Team von sieben ehrenamtlichen Hospizhelferinnen hat in Zusammenarbeit mit der Klassenlehrerin der 3. Klasse und der Schulleiterin der Grundschule Immenrode, Anja Zeleny, das Thema Leben und Sterben als miteinander verbunden erfahren erarbeitet.

Das Team des Hospiz Christopherus Haus aus Goslar führt die Projektwoche in diesem Jahr das 6. Mal in einer dritten Grundschulklasse durch und hat gute Erfahrungen gemacht, dass die Schülerinnen und Schüler bisher immer mit großem Interesse und viel Freude mitgearbeitet haben und angstfrei damit umgegangen sind.

Am letzten Projekttag der Woche wurde in einem Abschlussfest das Erlernte in einer Präsentation den Eltern vorgestellt.

Warum ist dieses Thema schon für die Grundschulkinder so wichtig? Wenn man an Krankheit, Sterben und Tod denkt, assoziiert man dieses Thema zunächst vorrangig mit älteren und hochbetagten Menschen. Kinder und Jugendliche sind in der Realität aber oft ebenso betroffen. Sie sehen sich wie Erwachsene mit Abschieden im alltäglichen Leben konfrontiert. Zum Beispiel, wenn sie erfahren, dass der Pfarrer des Ortes tödlich verunglückt ist. Sie haben ihre Fragen und Fantasien dazu und äußern ihre Gedanken, wenn sie spüren, dass dies kein Tabu ist.

Als Angehörige erleben sie manchmal schon sehr früh die Erkrankung, das Sterben und den Tod ihrer Eltern, Geschwister, Großeltern sowie weiterer Nahestehender. Vielleicht erleben sie auch den Tod ihres geliebten Haustieres. Oder sie hören von schrecklichen Dingen und sehen Bilder vom Krieg. Nach einer Studie der Deutschen Krebshilfe aus dem Jahr 2016 sind jährlich 200.000 Kinder von der Krebserkrankung eines Elternteiles betroffen. Die Kinder erleben in jeder Entwicklungsphase Krankheit, Sterben und Tod anders.

In der Projektwoche wurden die Kinder einfühlsam in kleinen Gruppen mit dem Thema konfrontiert.

Jeder Tag begann und endete mit einem Ritual, ein buntes Band sollte die Verbundenheit in der Woche darstellen. Am ersten Tag stand das Thema Wandlungserfahrungen auf dem Programm. In hellen und dunkeln Wolken stehen Gedanken der Kinder über schöne und schwierige Erlebnisse. Sie erzählten in der Kleingruppe von ihrer eigenen Entwicklung und gestalteten ein Plakat mit eigenem Kindheitsfoto.

Krankheit und Leid war das Thema am zweiten Tag. Die Kinder erzählten von eigenen Erfahrungen zum Thema Krankheit,  benannten Krankheiten und stellten sie pantomimisch vor. In Bilderbüchern wurde etwas über Sterben und Tod erfahren, dem Thema am dritten Tag. Es wurde der Film Willi will`s wissen über den Tod angeschaut. Am vierten Tag wurde über das Traurigein gesprochen und über die verschiedenen Gesichter der Trauer. In einem Film konnten traurige Menschen gesehen werden. Die Gefühle der Trauer versuchten die Kinder mit Fingerfarben auszudrücken. Außerdem wurden Setzlinge gepflanzt, denn ohne Veränderungen gibt es kein Wachstum. Am Abschlusstag war das Thema Trost und Trösten, hierbei konnten verschiedene Formen des Tröstens kennengelernt werden, auch einander Trost konnte gegeben werden.

Homepage: Grundschule Immenrode