Freitag, 2. Januar 2026 2:53
Wöltingerode unter Dampf
Wöltingerode unter Dampf

Wöltingerode unter Dampf

Das Hoffest Wöltingerode unter Dampf lebt vom Wetter; da es am Samstag fast den ganzen Tag Dauerregen gab, blieben die großen Besucherscharen aus.

Es konnten wegen des schlechten Wetters auch keine Vorführungen der Dreschmaschine oder Einsätze von historischen Landmaschinen auf dem Feld durch den Traktorenclub Weddingen gezeigt werden. Dafür gab es tagsüber und am Abend nach 21-jähriger Geschichte der Veranstaltung eine Premiere mit viel Musik. Die Seesener Skiffle-und Folk-Band Quasimodo Knöterich sorgte für Stimmung auf dem Hoffest am Nachmittag. Zu Beginn des Abends fanden sich dann nur wenige Zuhörer vor der Bühne an der Darre ein, als die Party-Coverband „Klangkarat“ aufspielte. Aber nach und nach kamen noch 300 Besucher und ließen sich von den besten Hits aus vier Jahrzehnten unterhalten und wären gern noch länger als 22.30 Uhr geblieben, dies war aber der offizielle Schluß.

Der Sonntag lief ganz anders.

Es gab keinen Regen und die Besucher strömten auf das Klostergut. Beim musikalischen Frühschoppen spielte der Fanfarenzug Immenrode und am Nachmittag gab es Blasmusik des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Rhüden. Anziehungspunkt war der Schmiedeclub aus dem Westerwald, hier gab es Vorführungen, wie bei 800 Grad der Zinken einer Baggerschaufel erhitzt wurde und dann mit dem Hammer behandelt wurde. Sehenswert war der „Schmiedewagen“, wie der Schmied vor etwa 50 Jahren von Hof zu Hof zum Hufbeschlag gefahren ist. Holzsägen hieß es bei Paul Knoblich, er hat eine über 50 Jahre alte Tischlereimaschine zu einer Bandsäge umgebaut und mit einer Handkurbel setzt er die Maschine in Betrieb. Das ehrbare Schieferhandwerk aus verschiedenen Goslarer Dachdeckerfirmen stellte verschiedene Motive aus Schiefer her.

Einige historische Fahrzeuge waren bei der Interessengemeinschaft zur Erhaltung historischer Feuerwehrfahrzeuge zu besichtigen, so das Tanklöschfahrzeug aus dem Bj. 1950 und ein „Opel Blitz“ Bj. 1956, auch „Tante Emma“ genannt. Natürlich gab es auch viele historische Trecker zu sehen, die Lanz-Bulldog-Freunde Nordharz präsentierten einen Verdampfer, Bj. 1928, 22 PS und einen 1 Zyl. , Glühkopf , Zweitakt-Motor. Ein Hanomag, Bj. 1927, mit 22 PS oder der Lanz-Bulldog, Bj. 1946 mit 45 PS von Lutz Schröder gehörten zu den Besuchermagneten.

Organisiert war der Kunsthandwerkermarkt vom Kunsthof Vienenburg, mit über 20 Ständen vor der Klosterkirche. Im Bereich der Darre gab es ein Kinderprogramm mit einem Karussell und anderen Aktivitäten.