Mittwoch, 4. März 2026 6:43
Kolpingladen
Hans- Peter Koch, Marlis Fleischhauer und Gäste.

Ukrainer zu Besuch im Kolpingladen

Delegation des Kolpingwerkes der Ukraine zu Besuch im Kolpingladen

Eine Delegation mit zwölf Ukrainer/innen des Kolpingwerkes aus Stryj in der Westukraine besuchte den Kolpingladen in der Marktstraße 22 in Schladen. Begleiterin war Marianne Heine, Mitglied des Arbeitskreises Ukraine der Kolpingfamilien aus Asel, Bettmar und Dinklar bei Hildesheim.

Die Ukrainische Delegation ist für eine Woche zu Besuch bei der Kolpingfamilie in Bettmar.

Zu dem einwöchigen Besuchsprogramm, das die Ukrainer bereits am Montag mit dem Besuch im Hildesheimer Kolpingbüro begannen, gehörte nun auch ein Besuch im Kolpingladen. Der Leiter des Kolpingladen, Hans-Peter Koch und Marlies Fleischhauser (1. Vorsitzende der Kolpingsfamilie Schladen), empfingen sie zusammen mit Mitgliedern der Gast-Kolpingfamilien zu Kaffee und Kuchen in Schladen. Im Zentrum des Besuches standen die Begegnung mit den Schladener Kolpingsfamilie und natürlich der Sozialladen. Während der Besuche wurde von den Ukrainern immer wieder die Frage gestellt: Wie wird das alles finanziert? Die Gäste waren aber auch gekommen, um Ideen aufzugreifen und sich über das soziale Projekt der Kolpingfamilie Schladen vor Ort ein Bild zu machen.

Der Kontakt zu den Ukrainern entstand durch einen Besuch in der Ukraine im vergangenen Jahr, der vom dem Diözesanverband Hildesheim organisiert wurde. Nun plane man eine Partnerschaft mit der Kolpingfamilie in Stryj. Das gegenseitige Kennenlernen und Berichten über das Engagement der örtlichen Kolpingfamilien standen dabei im Vordergrund.

Der Nationalverband Ukraine ist eine der jüngsten Gliederungen des Internationalen Kolpingwerkes. Erst der politische Umbruch in Osteuropa hat der Kirche öffentliches Arbeiten und damit Mitwirkung bei der Lösung sozialer Aufgaben im Land ermöglicht.

Die ersten Kolpingfamilien in der Ukraine wurden 1997 gegründet.

Die Kolpinger in Stryj engagieren sich sehr stark für soziale Projekte. Die Erlöse von Basaren oder ähnlichem kommen den Behinderten dort zugute, der Schwerpunkt liegt aber im Bereich der Bildungsarbeit.

Tief beeindruckt zeigte sich Marianne Heine von der Arbeit der Kolpingfamilien in der Ukraine, dort treten die Menschen an die Kolpingfamilien heran uns sprechen direkt die Nöte der Menschen an. Es gibt keine hinreichenden Angebote für Menschen mit Behinderung. Kolping entwickelt ein Programm dazu und führt es mit der Kolpingfamilie durch. Flüchtlinge aus der Ostukraine kommen verängstigt im westlichen Lviv an und Kolping bietet ihnen Heimat.

Die Gäste besuchten in der vergangenen Wochen natürlich auch andere Sehenswürdigkeiten, so wurde der Dom in Hildesheim besucht, das Schloss Marienburg und das Grenzlandmuseum in Teistungen. Hier konnten sich die Ukrainer einmal aus westlicher Sicht ein Bild von der Geschichte Ost und West machen. Anschließend besuchte man noch gleich das ganz in der Nähe liegende Kolping-Ferienparadies auf dem Pferdeberg in Duderstadt. Natürlich gehörten auch Besuche in sozialen Einrichtungen dazu, wie die soziale Einrichtung Donum Vitae, eine Schwangerschafts-Konfliktberatung, der Besuch in der Gemeinde Guter Hirt in Hildesheim und eines sozialen Mittagstisches sowie einer Kleiderkammer. Ein großes Anliegen war aber auch, dass man den Ukrainern einmal zeigt, dass auch hier viel Armut herrscht und wie sich die katholische Kirche dort einbringt.

Wiederum konnte man aber auch von der Kolpingarbeit in der Ukraine und deren Arbeit sowie über das private Leben etwas bei Begegnungsabenden erfahren. Zum Abschluss besuchte die Delegation noch eine Grundschule in Hildesheim und die Universität mit dem Fachbereich Religionslehre ehe es wieder in die knapp 2000 Kilometer lange Heimat zurück ging.

Homepage: Kolping Schladen