Tätigkeitsbericht des Nationalpark Harz für das Jahr 2017 erschienen – Schwerpunktthemen Waldwildnis und 50 Jahre Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle
Der Tätigkeitsbericht des Nationalpark Harz für das Jahr 2017 liegt vor. In seinem Vorwort betont Nationalparkleiter Andreas Pusch, dass die Arbeiten für die Weiterentwicklung des Nationalparkes und der Region erfolgreich fortgesetzt werden konnten. „Der Tätigkeitsbericht ist ein Spiegelbild unserer Bemühungen, den vielfaltigen Aufgaben gerecht zu werden, die uns die Nationalparkgesetze und der Nationalparkplan vorgeben. Die Aktivitäten in den Fachbereichen werden dabei gleichermaßen beleuchtet sei es die Forschung zur Dokumentation der Naturentwicklung, die Maßnahmen zur Unterstützung einer naturnäheren Waldentwicklung oder die Vermittlung all dessen an unsere Region und die vielen Gäste durch Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. In der Außenwahrnehmung des Nationalparkes wurde im abgelaufenen Jahr die Wirkung der Fichtenborkenkäfer wieder dominant. Das Ausmaß, in dem dieses kleine Insekt große Waldflächen innerhalb kurzer Zeit verändert, war zwar zu erwarten, die Rasanz der Entwicklung auch in den höchsten Lagen unseres Mittelgebirges jedoch nicht unbedingt. Im Bereich unserer sehr naturnahen Brockenwälder hatte in der Vergangenheit das kalte Klima eine derart schnelle Entwicklung gebremst. Heute haben wir aber mit ständig steigenden Temperaturen auch in den Hochlagen zu tun, und das in Verbindung mit einem vermehrten Auftreten extremer Witterungserscheinungen, z.B. Trockenperioden. Das schwächt die Fichten und fordert die Entwicklung der Borkenkäfer,“ so Andreas Pusch.
Ein Schwerpunktthema des Berichtes ist das Jubiläum unseres Jugendwaldheims. Am 20. September war es soweit: Das Jugendwaldheim Brunnenbachsmühle feierte sein 50-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste, darunter auch ehemalige Mitarbeiter, fanden sich zum Jubiläum ein, um gemeinsam mit dem heutigen Team eine Feierstunde mit vielen Erinnerungen, Rückblicken, aber auch Eindrücken der Gegenwart zu verbringen. Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule Cuxhaven sorgten nicht nur für einen musikalischen Einstieg in die Feierstunde, sondern präsentierten auch beispielhafte Arbeitseinsätze. Der Jubiläumstag stand unter dem Motto Du wirst ein Teil vom Ganzen bleiben, denn ohne die Arbeit und die Hingabe vieler Menschen, die im Jugendwaldheim gearbeitet haben und immer noch arbeiten, wären wir nie so weit gekommen: Allein seit 2003, der Übergabe des Jugendwaldheimes an die Nationalparkverwaltung, haben über 6000 Schüler einen Aufenthalt in der Brunnenbachsmühle verbracht.
Im Bericht dargestellt werden auch die Naturschutzarbeiten der Renaturierung, des Artenschutzes sowie die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, weiterhin die Arbeit der Werkstätten, des Wildtiermanagements und der Leistungen im Bereich EDV sowie Fotomonitoring. Wichtige Themen sind auch die Öffentlichkeitsarbeit, die Besucherinformation und -lenkung sowie Wildnisbildung und Natur-Erleben. Darüber hinaus finden sich Informationen zur Arbeit in und mit der Nationalparkregion, zur Organisation des Parkes, zu internationalen Kontakten sowie zur Arbeit des Fördervereins. Den Abschluss bildet ein Verzeichnis der im oder mit dem Nationalpark durchgeführten wissenschaftlichen Qualifizierungsarbeiten, Werkverträge, ehrenamtlichen Kartierungen, externen Projekte sowie der wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Mitarbeiter und von Partnern.
Mit diesem 83 Seiten umfassenden Tätigkeitsbericht steht wieder eine Übersicht der Arbeit der Nationalparkverwaltung zur Verfügung, die über alle Bereiche der Nationalparkarbeit im Harz informiert. Der Bericht kann in Kürze auf der Homepage des Nationalpark Harz heruntergeladen werden.
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