Samstag, 3. Januar 2026 5:32
Rammelsberg - Tag des offenen Denkmals

Rammelsberg – Tag des offenen Denkmals

Arbeitsstelle Montanarchäologie des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege sowie die Arbeitsgruppe (AG) Restaurierung arbeiten eng zusammen.

Die enge Zusammenarbeit am Erhalt des Denkmals Rammelsberg, mit der Arbeitsstelle Montanarchäologie des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege sowie der Arbeitsgruppe (AG) Restaurierung, nahm der Rammelsberg zum Anlass, diverse kostenlose Sonderführungen anzbieten. Das Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar ist als einziges Bergwerk der Welt kontinuierlich über 1000 Jahre in Betrieb gewesen. Zusammen mit der mittelalterlichen Altstadt Goslars und ihrer Kaiserpfalz wurde es 1992 in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen.
Zehn Jahrhunderte Bergbaugeschichte dokumentiert der 1988 stillgelegte Rammelsberg mit seinem großen Bestand an Bergbaudenkmälern und die Abraumhalden aus dem 10. Jahrhundert. Es gab den Roeder-Stollen aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit zwei originalen Wasserrädern und den Übergangsanlagen aus den 30er Jahren des 20. Jahrhundert zu besichtigen.
Mit der Grubenbahn ging es 500 Meter in den Berg, am Richtschacht erläuterte der Grubenführer die originalen Bergbaumaschienen und die wichtigsten Tätigkeiten des Bergmannes. Es wurde demonstriert wie früher gesprengt und das Erz mit Presslufthammern abgearbeitet wurde. Die Kinder konnten in der „Frühstücksbucht“ einmal Platz nehmen. Von dieser Bank aus erfuhren die Bergmänner, welche Arbeit an dem Tag zu tätigen war. Mit seinem Reichtum von fast 30 Millionen Tonnen Erz hat der Rammelsberg die Geschichte und Entwicklung der Stadt Goslar geprägt, so der Grubenführer. Mit dem Schrägaufzug konnten die Besucher 100 Meter den Berg hinauf zum höchsten Punkt der Anlage fahren. Von hier aus ging es zu den Führungen des Grabungsfeldes der Arbeitsstelle Montanarchäologie. Es gibt von dort aus einen herrlichen Ausblick auf die Tagesanlagen und die Landschaft. Der Aufzug wurde 1936 für den Transport von Material in Betrieb genommen und steht nach umfangreicher Restaurierung seit 2014 für Besucherfahrten zur Verfügung. Führungen gingen in das prächtige Feuerzähe Gewölbe, es ist der älteste gemauerte Grubenaum Europas aus dem 13. Jahrhundert. Ein Infostand der AG Restaurierung, die Arbeiten und Projekte seit Gründung im September 2011 vorstellte.
Trotz anderer Veranstaltungen war das Weltkulturerbe Rammelsberg mit dem Besuch sehr zufrieden. Es kamen 370 Besucher, mehr als im vergangenen Jahr und alle zehn Führungen waren ausverkauft.