Mittwoch, 4. März 2026 21:53
Ernst Meyer mit der Steirischen Harmonika, Fotos: Hohaus

Osterspaziergang durch Hornburg

Sonnnenschein begleitete den österlichen Spaziergang, hierbei wurde von altem und neuerem Osterbrauchtum erzählt.

Organisiert wurde dieser Spaziergang durch die mittelalterliche Fachwerkstadt vom Heimatmuseum Hornburg. Etwa 50 Teilnehmer, darunter zehn Kinder, starteten am Heimatmuseum, musikalisch begleitet durch eine steirische Harmonika, von Ernst Meyer. Dieser hatte ein kleines Jubiläum, bereits seit 15 Jahren begleitet er den Umzug musikalisch, der schon seit über 30 Jahren veranstaltet wird.

„Warum feiern wir denn Ostern? fragte die Mitorganisatorin Jutta Weiss. „Am Karfreitag läuten keine Glocken, diese schweigen aus Trauer um Jesus, erst in der Osternacht läuten sie wieder aus Freude über die Auferstehung Jesu“. Mit dem Lied, „Heut ist ein schöner Tag“, begann der Umzug, zwei Jugendliche zogen einen Handwagen, in dem sich das Material befand, dass unterwegs noch benötigt wurde. Die Kinder erhielten alle einen bunt geschmückten Osterstock.

An der Hagenmühle wurde ein altes Brauchtum beibehalten, Kinder warfen einen kleinen gebundenen Buxbaumtrauß mit Schleifen in die Ise. Dieses sind Grüße an die umliegenden Dörfer, die an der Ilse liegen, Anwohner sollen diese dann herausfischen. An der Hagenmühle wurden das „Hornburglied“ und „Es klappert die Mühle“ gesungen. Weiter ging es durch die Neue Straße zum Brunnen. Hier fand die Brunnenkränzigung statt, Jutta Weiss und Margrit Schwedge, hatte einen Kranz mit Hornburger Wappen geflochten. Gleichzeitig gab es das Osterwasser aus einem Gefäß. Nach dem Volksbrauch muss das Osterwasser in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang aus einem Bach geschöpft und schweigend nach Hause getragen werden. Es soll ein ganzes Jahr lang Augenleiden, Ausschlag und andere Krankheiten heilen, für ewige Jugend und Schönheit sorgen.

Vom Brunnen bis zum Museum mussten die Kinder auf einem Löffel ein Ei balancieren. Nach der Ankunft im Heimatmuseum erhielten alle Kinder von der 1. Vorsitzenden des Förderkreises, Margrit Schwedge, einen Brief von Hanni Hase aus Ostereistedt bei Rotenburg. Die Briefe enthielten eine Ostergeschichte, die von einem alten Brauchtum erzählt.

Für alle Teilnehmer gab es anschließend noch ein kleines Frühstück mit Kaffee, Kuchen und Osterbrot. Im kommenden Jahr sollen alle erwachsenen Teilnehmer einen eigenen Osterstock mitbringen, der schönste soll einen Preis erhalten.

Weitere Fotos in unserem Osteralbum 2014