Freitag, 9. Januar 2026 5:44
Feuerwehr und Vertreter der Hildegard-Reisdorff-Stiftung
Feuerwehr und Vertreter der Hildegard-Reisdorff-Stiftung

Neues Rauchdemohaus für die Feuerwehr

Feuerwehr und Vertreter der Hildegard-Reisdorff-Stiftung
Feuerwehr und Vertreter der Hildegard-Reisdorff-Stiftung

Die Ortsfeuerwehr Goslar kann sich über ein Raucherdemohaus freuen, das schon seit einiger Zeit auf dem Wunschzettel stand.

Landrat Thomas Brych, Mitglied des Kuratoriums der Hildegard- Reisdorff-Stiftung , konnte, während der Geburtstagsfeier eines Sohnes bei der Goslarer Feuerwehr, einen Einblick für die Wichtigkeit eines Rauchdemohauses bekommen. Der für die „Kindergeburtstag bei der Feuerwehr Goslar“ verantwortliche Dieter Jordan, erklärte Brych die Vorteile eines Rauchmeldehauses. Kurzentschlossen brachte Brych das Thema im Kuratorium ein und nach kurzer Zeit wurde der Zuschuss in Höhe von 2500 Euro genehmigt.

Ortsbrandmeister Olaf Laue, Dieter Jordan und Christian Voges, zuständig für Brandschutzerziehung für Kindergärten und Schulen, präsentierte den Anwesenden das neue Haus. Das Mehrfamilienhaus in „Kleinformat“ verfügt über viel Technik und viele Gefahren, diese können die Kinder dann später selbst entdecken. Mit eigenen Augen können alle erleben, wie gefährlich es ist, in einem Brandfall die Türen offen zu lassen. Es sind kleine Rauchmelder vorhanden, die Alarm schlagen. Das Haus verqualmt im Kleinen genauso, wie bei einem richtigen Feuer die eigene Wohnung. Viele Brandursachen sind möglich, so kann am Kamin ein Teppich in Brand geraten, oder im Schlafzimmer eine zu hell brennende Lampe, die mit einem Tuch abgedeckt ist. Eine große Gefahr sind Fernseher, hier zeigte der Ortsbrandmeister, wie Qualm mit einem „mini“ Lüftungsgerät aus dem Zimmer gepustet wird.

Neben den „Kindergeburtstagen“, etwa 25 im Jahr, werden etwa 600 bis 700 Kinder bei 40 Terminen über den Brandschutz belehrt. Aber auch bei den aktiven Feuerwehrleuten wird das neue „Puppenhaus“ zum Einsatz kommen, dort kann an dem Modell erprobt werden, wie sich die Rauchentwicklung verhält. „Auch die Truppmann II- Ausbildung und die Jugendfeuerwehren des großen Stadtverbandes werden es zur Ausbildung mit benutzen“, so Frank Slotta, der stellvertretende Stadtbrandmeister.

Das Haus beschaffte kürzlich der Förderverein der Ortsfeuerwehr Goslar und die Hildegard-Reisdorff-Stiftung sponserte den Betrag von 2500 Euro. Wie der Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Scheller berichtete, sollen demnächst noch Zusatzmodule und je ein abgebranntes Kinder- und Klassenzimmer im Wert von 500 Euro angeschafft werden. Frau Hildegard Reisdorff ist am 2. Dezember 2008 verstorben und hat ihr wesentliches Vermögen als Stiftungsvermögen vermacht. Laut Satzung soll das Geld für Jugendliche und Kinder verwendet werden. Zur Durchführung dieser Ziele wurden Annelore Lehrke, Christian Gleye, Gerd Lührig, Thomas Brych und Rainer Walke als Mitglieder des Kuratoriums bestimmt.