Im großen Sitzungssaal stellte Bürgermeister Andreas Memmert den neuen Präventionsrat der Gemeinde Schladen-Werla und den dazu gehörigen Förderverein vor.
Der Präventionsrat wurde 1997 gegründet, der bisherige 1. Vorsitzende und Gründungsmitglied Peter Schulz gab den Staffelstab an den neuen 1. Vorsitzenden Harald Seiler (Hornburg) weiter, der neue 2. Vorsitzende ist Bernd Oelschlägel (Isingerode). Bisher war der Vorsitzende des Präventionsrates gleichzeitig auch Vorsitzender vom Förderverein, dies wurde nun getrennt.
Neuer 1. Vorsitzender vom Förderverein des Präventionsrates der Gemeinde Schladen-Werla wurde Siegfried Wendt (Beuchte), sein Stellvertreter ist Peter Müller (Schladen). Schriftführerin und zugleich Kassenwartin ist Susanne Plumenbohm. Als Beisitzer fungieren Heinz-Jürgen Wiechens, Michael Hausmann und Andreas Memmert.
Dem 2004 gegründeten Förderverein gehören 65 Einzelmitglieder und Firmen an, das Einzelmitglied zahlt 10 Euro und die Vereine, Firmen oder sonstige Institutionen zahlen 100 Euro im Jahr. Das Geld vom Förderverein wird hauptsächlich für Aufwandsentschädigungen für zwei laufende Projekte wie die Hausaufgabenhilfe in der Werla-Schule sowie für die Elternberatung an den Kindergärten verwendet.
Harald Seiler war beruflich 40 Jahre Lehrer an Gesamtschulen und gymnasialer Oberstufe in Berlin Spandau und hat immer Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren aus sozialen Brennpunkten begleitet. Außerdem ist er Leiter des „Bunten Sofa Hornburg“, dort werden Flüchtlinge betreut und Sprachkurse angeboten, dieser Treffpunkt ist offen für alle, ehrenamtlich zahlt er die Miete für den Raum selbst.
Sein ganzes Leben arbeitet Bernd Ölschlägel mit Jugendlichen zusammen, so 20 Jahre als Heimerzieher, dann an einer Grundschule in Lengede und nun ist er beim Jugendamt des Landkreises Goslar für den Bezirk Bad Harzburg zuständig. An der Abendschule hat Siegfried Wendt seine mittlere Reife nachgeholt, dann an der Fachhochschule der Bundeswehr in Münster studiert. Sein beruflicher Werdegang war die Drogenberatungsstelle „Cafe Kaktus“, dann Kreisjugendpfleger beim Landkreis Goslar.
Schon nach der Konfirmation wurde Peter Müller Jugendgruppenleiter, nach Abitur und Studium war er in der kirchlichen Jugendarbeit tätig, Ende der 80 er Jahre war Müller an mehreren Grundschulen, seit 1999 an der Werla-Schule. Beim MTV Goslar war er in der Jugendarbeit tätig, von 16 Spielern waren neun mit türkischen Wurzeln.
Seit sechs Jahren ist Susanne Plumenbohm ehrenamtlich 12 Stunden in der Woche bei der Ausgabestelle der Schladener Tafel für 200 Kunden mit zuständig. Sie besitzt gute Kontakte zu jungen Müttern und Eltern wo es Probleme gibt. Ortsbürgermeister Heinz-Jürgen Wiechens hofft, dass der „Stabwechsel“ wie bei einer 4 x 100 m Staffel problemlos klappt, denn alle vier stammen aus dem „Milieu“.
Kreistagsmitglied Michael Hausmann berichtete, dass das Jugendprojekt „Damm 25“ fortgesetzt wird, es fehlt nur noch der Kreistagsbeschluss. Beruflich ist er beim Landkreis Goslar im Ausländer- und Asylbereich zuständig. „Beratene Mitglieder“ berichteten auch von ihrem beruflichen Erfahrungen in der Jugendarbeit. „Die Polizei muss in einem solchem Gremium mitarbeiten, denn die Polizei ist jeden Tag an den Brennpunkten dicht dran, es kann dem Präventionsrat zugearbeitet werden, aber unter Datenschutz“, so Axel Kontny, Polizeichef in Schladen.
Michael Ross ist seit September beim Landkreis Wolfenbüttel für Jugendschutz und Prävention zuständig. Über Probleme mit Menschen, die gegen Flüchtlinge sind, berichtete Peter Illmer, er selbst ist in mehreren Vereinen tätig, in allen gibt es viele junge Mitglieder. Anfang des Jahres wird sich der Präventionsrat zum Kaffeegespräch treffen, um neue Ideen zu sammeln. Zu dieser Runde gehören bis zu 30 Vertreter, aus der Politik, Gemeinde, Schulen, Polizei, Vereine, Sozialarbeit, Kita und Landkreis an.
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