Andreas Lumme – Trauer um einen Feuerwehrmann mit Leib und Seele

Mit großer Bestürzung und Betroffenheit haben wir am 14. Mai die Nachricht aufgenommen, dass unser Kamerad Andreas Lumme im Alter von 42 Jahren bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt ist. Es gibt keine Wörter, die nur ansatzweise unsere Trauer, unseren Schmerz und unsere Gefühle beschreiben können.
Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt der Familie, seinen Freunden und seinen Kameradinnen und Kameraden. In Gedanken sind wir bei ihnen und wünschen ihnen von ganzem Herzen viel Kraft in der schweren Zeit, um neben der Trauer die unfassbaren Ereignisse zu verarbeiten. Unser Kamerad Andreas Lumme hinterlässt eine Frau und zwei Töchter.
In tiefer Trauer nahmen wir am 12. Juni Abschied von einen großartigen Kameraden und Freund, der uns stets ein Vorbild war und mit Rat und Tat zur Seite stand. Wir verlieren einen zuverlässigen, hilfsbereiten und fachlich hoch qualifizierten Kameraden. Sein großes persönliches Engagement für die Feuerwehr wird uns ein Vorbild und Unvergessen bleiben.
Andreas Lumme ist am 1. Juni 1988, kurz nach seinem 16. Geburtstag in die Freiwillige Feuerwehr Abbenrode eingetreten. Damals gab es in Abbenrode keine Jugendfeuerwehr, sondern die AG Junge Brandschutzhelfer. Aber von Anfang an war Andreas Feuer und Flamme für die Feuerwehr, um mit Hilfsbereitschaft, Ehrgeiz und Fleiß ein vorbildlicher und engagierter Feuerwehrmann zu werden. Schon früh übernahm Andreas Lumme Führungsaufgaben und Verantwortung in der Feuerwehr Abbenrode. So wurde Andreas 1991 zum Gerätewart ernannt, diese Funktion übte er bis zum Jahr 2000 aus. Er war maßgeblich mit verantwortlich für den Bau des neuen Gerätehauses, der Beschaffung eines gebrauchten und später eines neuen Löschgruppenfahrzeugs und eines Mannschafttransportwagens. Im Februar 2000 übernahm Andreas Lumme die Funktion des Gruppenführers im Ortskommando. Damit war er direkt für die Aus- und Fortbildung der Kameradinnen und Kameraden, den Einsatzdienst und die Einsatzleitung verantwortlich.
Es reizte Andreas auch, Führungsaufgaben auf Landkreisebene zu übernehmen. Anfangs als Zugführer im 1. Zug in der Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Wernigerode, dann als Zugführer im Fachdienst Brandschutz West des Landkreises Harz. Ab dem 28.Juni 2007 wurde Andreas Lumme zum stellv. Brandabschnittsleiter West des Landkreises Harz gewählt. Kamerad Andreas Lumme hat sich mit Enthusiasmus und Tatendrang in seine Funktionen eingebracht und ging voll in seinen Aufgaben und Tätigkeiten auf.
Mit Bildung der Einheitsgemeinde Nordharz reizte ihn die Funktion des Gemeindewehrleiters der Freiwilligen Feuerwehr Nordharz. Bei der Wahl am 9. Februar 2010 wurde er durch die Wehrleiter der Ortsfeuerwehren zum ersten Gemeindewehrleiter gewählt und am 16. Juni durch den Gemeinderat und die Bürgermeisterin zum Gemeindewehrleiter berufen.
Andreas Lumme war davon begeistert, zum ersten Gemeindewehrleiter gewählt worden zu sein und freute sich auf die neue Herausforderungen und die neue Aufgaben. Seine neue Funktion als Gemeindewehrleiter verlangte ihm viel Zeit und Arbeit ab. Mit dem gewohnten Ehrgeiz und der Zielstrebigkeit schaffte er es auch, die Herausforderungen und Aufgaben immer vorbildlich zu erledigen. Um sich voll und ganz auf die Aufgaben als Gemeindewehrleiter zu konzentrieren, legte Andreas Lumme die Funktion des Gruppenführers in der Feuerwehr Abbenrode und die Funktion des stellv. Brandabschnittsleiters West nieder. Seine Familie und seine Freunde waren ihm immer ein großer Rückhalt und Unterstützung.
Auch in der Kommunalpolitik engagierte sich Andreas. Im Gemeinderat Abbenrode, später mit Gründung der EG Nordharz im Ortschaftrat Abbenrode, engagierte er sich seit 2002 für die Belange der Feuerwehr. Auch um Abbenrode mitzugestalten und etwas zu bewegen, das lag ihm sehr am Herzen. Mit Gründung der Einheitsgemeinde Nordharz kandidierte er auf der Liste der Freien Wähler Nordharz für den Gemeinderat. Am 11. April 2010 wurde Andreas Lumme in den ersten Gemeinderat der Einheitsgemeinde Nordharz gewählt. Wie in all seinen Funktionen und Tätigkeiten hat sich Andreas voller Fleiß, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit eingebracht.
Für uns, seine Kameradinnen und Kameraden, seine Familie, seine Freunde und seine Wegbegleiter ist es deshalb noch immer unfassbar, umso schwerer zu verstehen und zu verarbeiten, dass Andreas, der immer bereit war zu helfen, wenn andere nur zu geschaut haben, aus unsere Mitte gerissen wurde und nicht mehr wieder kommt.
Andreas, wir vermissen dich alle sehr.
Wir werden Andreas ein ehrendes Andenken bewahren.
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