Montag, 12. Januar 2026 6:59
Maxim Kowalew Don Kosaken in Beuchte
Die sieben Sänger des Maxim Kowalew Don Kosaken in der Beuchter Kirche.

Maxim Kowalew Don Kosaken in Beuchte

Ernst-Wilhelm Heinemeyer vom evangelischen Kirchenvorstand begrüßte die Maxim Kowalew Don Kosaken zu einem beeindruckenden Konzert in der Kirche

Während der erste Teil vor allem kirchlichen und wehmütigen russischen Stücken gewidmet war, wurde die Stimmung nach der Pause immer ausgelassener, als die Gäste mit Akkordeonbegleitung weltbekannte Volkslieder aus ihrer Heimat vortrugen.

Wer sich in der Musikszene auskennt, weiß, dass es nicht nur den einen Kosakenchor gibt, der durch Deutschland tourt, sondern dass es mehrere Agenturen im Lande gibt, die mit dem wohlberühmten Namen ihr Geld verdienen. Da auch in den ersten Chören dieser Art die Besetzung altersbedingt mittlerweile mehrfach wechselte, dürfte das für das Publikum nicht entscheidend sein, solange das gewünschte Repertoire gesungen wird und die Qualität der Vorträge stimmt.

Diesen Chor gibt es immer noch mittlerweile unter der Leitung eines ehemaligen Sängers Maxim Kowalew

Der Urvater Kowalew ist längst nicht mehr auf der Bühne dabei und auch sonst änderte sich mehrfach die Besetzung. Doch die Namen der Sänger spielen eigentlich keine Rolle, weil es nicht wie bei Popgruppen um die Künstler geht, sondern in erster Linie um den Musikstil, für den der Name Kosaken Chor steht. Man musste die sieben, unter der Leitung von Viacheslav Yeromin stehenden Herren ganz in Schwarz, auch vorher nicht kennen, um das Konzert von der ersten bis zur letzten Minute genießen zu können.

Tenöre, Bariton und Bass vereint, erzeugten bei allen Liedern in der Kirche einen beeindruckenden Klangkörper und gar Gänsehautgefühl. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Sänger durch fast tägliche Auftritte neben dem Reisestress stimmlichen Belastungen ausgesetzt sind, die kaum ein deutscher Künstler auf sich nehmen würde.

Sie bekamen in der ersten Hälfte wunderschöne Melodien wie Bortnijanskis Ich bete an die Macht der Liebe, das Ave Maria, Abendglocken und das beeindruckende georgische Volkslied Suliko zu hören.

In der zweiten Hälfte wurde mit Volksweisen stimmungsvoller, das auch der gegen Ende wahrlich brandende Applaus mehr als deutlich machte.

Die Zuhörer bekamen genau das, was sie wollten. Traditionelles wie Stenka Rasin, Marusja, Katjuscha, Hinter dem Don, Schneegestöber und Ein Kosak spaziert am Don. Die Kraft der exzellent ausgebildeten Stimmen gepaart mit viel Gefühl erfasste jeden der Musikfreunde, und so gingen die knapp zwei Konzertstunden viel zu schnell vorbei.
Zum Abschluss durfte in dem gut gefüllten Gotteshaus Kalinka natürlich nicht fehlen.