Mittwoch, 14. Januar 2026 14:17
Markus Mohr
Markus Mohr auf dem Goslarer Marktplatz mit seinem Handkarren

Markus Mohr Wanderung: Oh wie schön ist Deutschland

Vor drei Wochen ist Markus Mohr mit seinem Wanderprojekt >Oh wie schön ist Deutschland – zu Fuß durch Deutschland unterwegs< in Hankensbüttel in der Heide gestartet

Mit einem kleinen, selbstgebauten Wanderwagen zieht er kreuz und quer durch Deutschland und versucht über seinen Blog seinen Lesern die Vielfältigkeit in unserem schönen Land darzustellen. Dies nicht nur im Bezug auf Landschaften, sondern auch auf die Menschen, die in diesem Land leben. Sein Ziel ist es aufzuzeigen, dass es oft gar nicht nötig ist in die Ferne zu reisen, sondern das Schöne liegt oft ganz nah. Der 1985 in Heidelberg geborene Markus Mohr ist im Großraum Stuttgart aufgewachsen und hat eine Ausbildung als Gärtner absolviert. Damals kaufte er sich  von seinem ersten verdienten Geld eine digitale Spiegelreflexkamera.

Seine Leidenschaft für das Fotografieren hatte er als Kind mit einer analogen Kompaktkamera entdeckt, die Kosten bei der Entwicklung von Farbfilmen setzten ihm jedoch mit seinem Taschengeld schnell Grenzen.

Einen Wunsch erfüllen, so lautete seine Idee

Erst hatte er eine Wanderung vom Nordcup bis Sizilien geplant. Vor der Reise war er viele Jahre beruflich in Deutschland unterwegs und hatte dabei verschiedene Nationalparks besucht.

Im Otterzentrum in Hankensbüttel war er zwei Jahre als Gärtner und im Technikbereich in einer Bundesfreiwilligenstelle tätig. Sein erstes Ziel war vor drei Wochen Helmstedt, weiter über Magdeburg, an der Elbe entlang in Richtung Harz, denn es ist ein markantes Mittelgebirge, schwärmt er. Über Thale ist er dem Harzer Hexenstieg gefolgt, dann ging es bei bestem Sommerwetter auf den Brocken.

Einen Tag bevor er in Goslar ankam, wurde in Astfeld und vorher in Oker übernachtet

Er hat in den ersten drei Wochen schon viel erlebt. Es gab spontane Begegnungen, man kommt mit vielen Menschen in´s Gespräch. Er wurde auch schon öfters von wildfremden Personen zum Essen eingeladen. Einige sind schon einige Kilometer mit ihm gewandert und hatten dabei viel zu erzählen.

Zahlreiche wilde Tiere, vom Wildschwein bis zum Reh, hat er schon unterwegs gesichtet. Ein schönes Erlebnis war das internationale Jugendtreffen in Blankenburg, dort wurde er auch eingeladen. Es gab aber auch schon unverständliche Leute, so sagte ein Landwirt zu ihm „Du kannst doch besser arbeiten gehen“.

Er hat ein knappes Budget, muss jeden Monat 185 Euro an die Krankenkasse bezahlen

Die Hauptschlafplätze mit seinem Zelt sind Bauernhöfe oder Campingplätze, dort wird auch geduscht und seine Elektrogeräte werden aufgeladen. Seine nächsten Ziele sind der südliche Harz, Leipzig, Dresden, die polnische Grenze, Thüringen und Bayern. Natürlich will er die Zugspitze auf Schusters Rappen besteigen, aber ohne seinen Wagen.

Seine Eltern finden die Wanderung sehr gut. Markus wurde schon als Kleinkind, erst im Kinderwagen, später in der Kraxe, von seinem Vater über Stock und Stein auf Wanderungen mitgenommen. Auch seine Schwester hat vor drei Jahren für 18 Monate eine Fahrradtour zusammen mit dem Freund von der Türkei in verschieden Länderunternommen.

Einige Tage später, aus Sicherheitsgründen, stellt Markus seine Fotos und Berichte in´s Internet.
Nach der Rückkehr im späten Frühjahr möchte Markus Mohr in einem Nationalpark arbeiten.