Mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Empfang feierte die Kolpingsfamilie Goslar den 90. Geburtstag.
Gehalten wurde der Gottesdienst in der St. Benno Kirche vom Diözesanpräses Heinz-Peter Miebach aus Renshausen im Eichsfeld, Diakon Roland Wolf und Hubert Morick, geistlicher Leiter der Kolpingsfamilie Goslar und dem Bezirk Goslar.
Ein schönes Bild bot der Einzug der Banner der acht Kolpingsfamilien des Kolping-Bezirksverbandes Goslar zu Beginn der festlich gestalteten Messfeier. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst durch den Organisten Roland Lorenz und der Scholar von St. Benno unter der Leitung von Jutta Patzak. Mit dem Auszug der Kolpingsbanner und Singen der Neufassung des Kolpingsliedes endete der Gottesdienst. Anschließend wurde zum Empfang in das Gemeindehaus St. Benno eingeladen.
Der 1. Vorsitzende Falko Stegemann hielt eine Laudatio über 90 Jahre Kolpingsfamilie Goslar. Sie ist aus dem katholischen Gesellenverein Goslar hervorgegangen, der am 25. Dezember 1927 in das Kolpingwerk aufgenommen wurde. Gründer des katholischen Gesellenvereins waren Hans Wunner, Max Kramer, Friedrich Blessing, Eduard Fiedler, Klemens Seifert und Emil Herrling.
Einige Kolpingsbrüder waren auf der Wanderschaft.
Als sie in Goslar angekommen waren, haben sie zusammen mit dem Präses Dechant Hartmann in Köln beantragt, einen Gesellenverein zu gründen. Trotz aller Anfechtungen und Probleme im III. Reich bestand die Kolpingsfamilie weiter. Inzwischen haben sich die Mitglieder der bisherigen Kolpingsfamilie Oker der Goslarer Familie angeschlossen, dem insgesamt 100 Kolpingbrüder und -schwestern angehören. In der Kolpingsfamilie sind schon immer beide Konfessionen aktiv. Seit dem 1. April 1973 werden auch Frauen in die Kolingsfamilie aufgenommen. Für einige Jahre war in der Kolpingsfamilie Goslar ein Fanfarenzug aktiv.
Glückwünsche überbrachten Eberhard Wyrzgol vom Kirchenchor St. Benno, der stellvertretende Bezirksvorsitzende Peter Holzberger und die Kolpingsfamilien aus dem Bezirk. „Die Zukunft heißt Brücken bauen, sich zu öffnen. Man lädt ein, ist offen für neue Mitglieder und setzt sich gemeinsam für eine Sache ein. So habe ich die Kolpingsfamilie kennengelernt“, sagte der Bürgermeister der Stadt Goslar, Martin Mahnkopf.
Die nächste Zusammenkunft der Kolpingsfamilie Goslar ist am Montag, 28. August. Dort trifft sich die Skatgruppe um 18 Uhr im Pfarrheim St. Benno. Der Bezirksverband der Kolpingsfamilien veranstaltet am Samstag, 2. September ab 10 Uhr einen Wandertag in Langelsheim.
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