Freitag, 9. Januar 2026 0:02
Foto: Für seine 40-jährige Mitgliedschaft im Verband der Köche Deutschlands erhält Hans Friedrich Brix (rechts) Anerkennungsschreiben und Ehrennadel, die Michael Klutt (links) und Jörg Schlamelcher überreichen.

Köcheverband will Basis mitreden lassen

Harzer Mitglieder halten Führungsgremien für zu groß – Vereinsorganisation ausreichend

Ihre Juli-Monatsversammlung verlegte die Vereinigung Harzer Köche unter den freien Himmel, nämlich ins Waldschwimmbad am Kuttelbacher Teich in Hahnenklee-Bockwiese. Die Sommer Zusammenkunft ist zugleich beruflicher und privater Informationsaustausch. In der Branche gibt es immer etwas Neues.

Diesmal war es die Struktur des Verbandes der Köche Deutschlands (VKD), die sich Vorsitzender Michael Klutt vorgenommen hatte. Der Verband, dem rund 9000 Mitglieder angehören, möchte der Basis einen größeren Einfluss einräumen. „Daran wollen wir uns gern beteiligen“, sagte Klutt in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Harzer Köche und Landesvorsitzender des VKD.
Sein Vorschlag: Der Verband solle sich wie ein Verein organisieren und seine bisher übermäßig großen Führungsgremien verkleinern. Derzeit gibt es ein Präsidium mit einem Präsidenten und vier Vizepräsidenten. Diese gehören auch dem Vorstand an, dem weitere sieben Fachausschuss-Vorsitzende zugeordnet sind.

„Das sind viel zu viele Köpfe“, meint Michael Klutt. Seiner Meinung nach reicht ein kleiner Vorstand, wie es im Vereinsrecht vorgeschrieben ist. Einen entsprechenden Vorschlag hat er offiziell eingereicht. „Ich bin nun gespannt auf die Reaktion“, sagte er.

Als erfreulich wurde in der Versammlung die Ehrung für Hans Friedrich Brix aus Seesen durch den Köcheverband betrachtet. Der ehemalige Berufsschullehrer ist seit 40 Jahren Verbandsmitglied. „Durch Ihr Auftreten für unseren Berufsstand haben Sie dazu beigetragen, dass das Ansehen des Köche-Berufsstandes große Wertschätzung erfahren hat“, schreibt Präsident Andreas Becker und fügt der Anerkennungsurkunde eine Ehrennadel bei.