Wernigerode. Vielen Besucherinnen und Besuchern des Natur-Erlebniszentrums HohneHof sind die beiden Rückepferde Max und Eros bekannt, die hin und wieder noch ihren Dienst im Nationalparkwald verrichteten, aber vor allem den Kindern im Rahmen unserer Umweltbildung in den letzten Jahren viel Freude bereitet haben. Seit dem Sommer stand Max jedoch allein auf der Weide. Eros musste wegen einer schweren, unheilbaren Krankheit leider eingeschläfert werden.
Pferde sind Herdentiere – allein fühlen sie sich auf Dauer nicht wohl. Deshalb wurde in der Nationalparkverwaltung lange nach einer Lösung zum Wohle des verbliebenen Kaltblüters gesucht. Die Anschaffung eines weiteren Rückepferds kam nicht in Betracht, da auch der langjährige Gespannführer Erwin Kircher, der diese schwere Arbeit 25 Jahre lang ausgeübt hat, nunmehr eine weniger belastende Tätigkeit übernehmen wird. Er gehört zu den wenigen noch berufstätigen Pferderückern in der Region – ein Beruf, der mangels Nachwuchs immer weiter rückläufig ist. Erwin Kirchner hat die Arbeit mit den Pferden draußen in der Natur sehr genossen, er weiß aber auch das große Glück zu schätzen, dass er nie einen größeren Unfall erleben musste.
Deshalb wurde von der Nationalparkverwaltung entschieden, dass Max ein neues Zuhause bekommen soll, in dem er gut aufgehoben und wieder unter seinesgleichen ist. Mit 11 Jahren ist der Kaltblüter ein Arbeitspferd „im besten Alter“. Es kam deshalb nur ein künftiger Besitzer in Frage, bei dem das Pferd auch dementsprechend eingesetzt wird.
Erfreulicherweise konnte nun ein Käufer in der Region gefunden werden, bei dem dies der Fall ist. Und so man vielleicht auch in der Zukunft das Rückepferd Max am und im Nationalpark noch mal treffen können.
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