Montag, 12. Januar 2026 10:41
Hegering Vienenburg
Von links: Nils Hundertmark, Torsten Fürch mit dem bei der Wötingeroder Jagd, erlegten starken Keiler, Udo Thormann und Gustel Bock.

JHV des Hegering Vienenburg

Zur Jahreshauptversammlung hatte der Hegering Vienenburg in das Schützenhaus Immenrode eingeladen.

Hegeringleiter Martin Kowalewsky informierte in seinem Jahresbericht über das abgelaufene Jagdjahr.

Bei der diesjährigen Fuchswoche kamen vier Füchse und drei Waschbären zur Strecke. Diese wurden der Aktion Fellwechsel zur Verfügung gestellt. Um die wertvollen Bälge wie Fuchs, Waschbär und Marder zu nutzen, wurde die Initiative ins Leben gerufen.

Das Müllsammeln im Frühjahr in den Revieren, die Info-Mobilbetreuung in Wöltingerode und das Hegering- und Kreismeisterschaftsschießen waren weitere Aktivitäten des Hegering Vienenburg. Auch im Hinblick auf den Natur- und Artenschutz tat sich einiges. So wurde im Revier Wiedelah beim Landwirt Georg Heine der Greening Preiß für das Anlegen von Blühstreifen verliehen. Gemeinsam mit seinem Verwalter Christof Wolf hat er auf diese Weise nördlich des Dorfes einen Bachlauf mit einem Kiesteich und einen Wald vernetzt.

Hegeringleiter Martin Kowalewsky informierte die Versammlung über die 220 Fellwechselsammelstellen, neuste Entwicklung beim Wolfsvorkommen, Wildtiererfassung, Jagdhundeversicherung und ausführlich über die angedachten Maßnahmen zum Schutz bei der Afrikanische Schweinepest (ASP).

Der anschließende Streckenbericht erbrachte folgendes Ergebnis:
Rehwild männlich 74 (18 Fallwild/Unfallopfer )
Rehwild weiblich 62 (29)
Schwarzwild 124 (16 )
Hasen 11 (11 )
Fuchs 67 (12 )
Dachs 9 (4)
Waschbären 104 (11)
Steinmarder 2 (2)
Marderhund 6 (1)
Tauben 5
Enten 28 (2)
Wildgänse 3
Elstern 11
Rabenkrähen 27.

Bei der Auswertung der Jagdstrecke wurde ersichtlich, dass beim Schwarzwild 124 (im Vorjahr 47) und den Waschbären 104 (zum Vorjahr 69) die Jagdstrecke erheblich gestiegen ist, was auf einen hohen Bestand schließen lässt. Die Trophäenbewertung übernahmen Dirk Oppermann, Andreas Schrader und Henning Freckmann. Prämiert wurden der älteste Rehbock von Udo Thormann, Revier Wiedelah und der stärkste Rehbock von Nils Hundertmark, Revier Vienenburg sowie ein abnormer Rehbock von Gustel Bock, Revier Wiedelah.

Den Abschluss bildete der Vortrag von Dr. Gunnar Breustedt mit dem Thema: Empfehlungen und Bejagungsschneisen in Mais und Raps im Ausblick auf die ASP. So können in den Ackerbaugebieten die Wildschweine große Schäden an den Feldfrüchten hervorrufen. Auch im Vorharzgebiet mit seinen Weizen-, Raps- und Maisfeldern ist viel Nahrung für die Wildschweine vorhanden. Allerdings ist eine Bejagung in den hochgewachsenen Kulturen nicht ohne weiteres möglich.

Daher können Jäger in Absprache mit den Landwirten versuchen Bejagungsschneisen in Raps- und Maisfeldern anzulegen. Auf den Schneisen sollten niedrig wachsende Pflanzen wie Gras, Klee oder die besonders bei Bienen beliebte, blau blühende Phacelia eingesät werden. Wenn dies im Frühjahr erfolgt und die Schneisen auf einem großen Feld nicht zu nah am Rand liegen, können die Wildschweine dort sogar tagaktiv werden. So schaffen Jäger und Landwirte die Chance, den Wildschweinbestand tierschutzgerecht zu reduzieren.

Termine 2018:
Müllsammeln (14. April)
Hegeringschießen (12. Mai)
Kreismeisterschaft (26. Mai)
Info- Mobilbetreuung: Tag des offenen Hofes Broihan (17. Juni)
Hoffest Wöltingerode (15. und 16. September)

Homepage: Hegerin Vienenburg