Beim internationalen Museumstag hatten das Biedermeierhaus und das Heimatmuseum geöffnet
Im Biedermeierhaus zeigte Sylvia Ahrens, wie man mit dem Spinnrad umgeht. Sylvia Ahrens geht seit vier Jahren dem Hobby mit dem Spinnrad nach. Sie bezieht ihre Wolle von einem privaten Schafhalter mit etwa fünf Tieren. Bis die gekaufte Wolle zum Spinnen fertig ist, ist es ein langer Weg. Nach dem Kauf wird die Wolle gewaschen, anschließend wird sie gefärbt.
Dazu gibt es verschiedene natürliche Farben, wie Efeu, Löwenzahnblüte, Rote Beete und Holunder. Nach dem Trocknen wird die Wolle gekämmt und kardiert und als Strang zusammengelegt. Etwa 14 Tage benötigt Sylvia Ahrens um eine Spule zu verarbeiten, sie strickt davon gern Tücher und Schals.
Julia Kamleiter begleitete die Besucher im Biedermeierhaus und versetzte sie in eine Zeit vor 100 Jahren zurück
Das Biedermeierhaus ist eine Außenstelle des Heimatmuseums und befindet sich im Burggraben unterhalb der Burgmauer. Das Haus enthält eine vollständig eingerichtete Kleinbürgerwohnung aus der Zeit der Jahrhundertwende.
Im Erdgeschoß befinden sich Küche, Waschhaus und Wohnstube. Im ersten Stock sind außer dem Schlafzimmer eine Nähstube und die Wurstkammer. Auf dem ein Meter breiten Hof – dahinter ragt die zehn Meter hohe Burgmauer empor, steht noch das damals übliche Trockenklosett.
Erbaut wurde das Haus in der Biedermeierzeit um 1800. Es ist mit Möbeln aus der Gründerzeit eingerichtet. Im Schein der Petroleumlampen können sich die Besucher in diese Zeit versetzen. Elektrisches Licht und fließendes Wasser gibt es nicht im Biedermeierhaus. Das Haus ist liebevoll mit Möbeln aus der Gründerzeit eingerichtet und wurde über 30 Jahre von Ilse Zakravsky betreut, sie gab jedem Besucher gern Auskunft über das Haus.
Leider musste Ilse Zakravsky zum Ende des Jahres 2013 aus Altersgründen diese Arbeit aufgeben. Das Biedermeierhaus wird nun von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Museumsteams betreut, die während der Saison von April bis Ende Oktober für die Besucher da sind.
Im Heimatmuseum konnten sich die Besucher über die Hornburger Geschichte informieren
Außerdem gab es in der Hornburger Museumsgalerie die Ausstellung von Henning Meyer mit alten Fotos von Hornburg zu sehen. Interesse fanden die Besucher auch beim Rundgang durch die 16 Räume mit den Ausstellungen über die alten landwirtschaftlichen Geräte, ein Klassenraum um 1900, Grenze zur DDR, das Hornburger Landleben, die Schusterstube sowie die Drechsler und Sattlerwerkstatt.
Homepage Heimatmuseum Hornburg
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