Was für ein Tag, der 11.11.1989 ist und bleibt für alle Beteiligten unvergessen.
Fast ein Jahr Planung und Vorbereitung lag hinter dem Vorbereitungsteam aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Sie alle zusammen stellten ein tolles Programm zusammen. Die Arbeit und Mühe hatte sich aber gelohnt. So konnte das Jubiläum in einem würdigen Rahmen gefeiert werden.
Der Vormittag gehörte den Schulen. So stellten das Niedersächsische Internatsgymnasium Bad Harzburg, das Ratsgymnasium Goslar und das Landschulheim Grovesmühle aus Veckenstedt Projekte. Im Anschluss fand eine Gesprächsrunde mit Zeitzeugen statt. Alle Schülerinnen und Schüler waren in der Vorbereitung ihrer Projekte überrascht und beeindruckt, was hier in ihrer unmittelbaren Nähe für Deutsche Geschichte geschrieben wurde.
Zwei weitere Gesprächsrunden mit Zeitzeugen fanden am Nachmittag sowie kurz vor dem Festakt statt. Der Festakt wurde durch einen Sternmarsch aus Ost und West um 16 Uhr eröffnet. Es folgte ein ökumenischer Gottesdienst. Nach der Begrüßung der Gäste durch die Bürgermeisterin der Gemeinde Nordharz, Frau Hannelore Striewski, folgten Grußworte von Bad Harzburgs Bürgermeister Ralf Abrahms, Goslars Landrat Thomas Brych und dem Landrat des Harzkreises, Martin Skiebe. Die Festrede hielt der Innenminister von Sachsen-Anhalt, Holger Stahlknecht.
Das Bundespolizeiorchester Hannover gab zum Abschluss des Festaktes ein Konzert. Die Veranstaltung wurde durch eine historische Fahrzeugschau mit Uniformen von den Grenztruppen, dem Technischen Hilfswerk, welche sogar den historischen Radlader präsentierten, der Bundespolizei aus Bad Düben und dem Jungbornverein bereichert.
Die Heimatvereine aus Stapelburg und Abbenrode präsentierten in einem großen Zelt eine Ausstellung mit Fotos, Dokumenten, Uniformen aus der Zeit vor, während und nach der Grenzöffnung. Erstmalig konnte ein Modell der Sperranlagen von Eckertal/Stapelburg besichtigt werden. Dieses Modell hat die Oskar-Kämmer-Schule in Wernigerode gefertigt. Die Ausstellung durch die Heimatvereine war ein ständiger Anziehungspunkt.
Es wird immer wichtiger, diese Zeit der Teilung durch die Grenze nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Viele Besucher sahen solche Bilder zum ersten Mal und wollen als nächstes das Heimatmuseum Abbenrode aufsuchen, um sich zu informieren. Deshalb ist es wichtig, dass in Eckertal/Stapelburg noch ein Grenzmuseum geschaffen wird. In dieser Angelegenheit konnten sehr gute Gespräche geführt werden. Landrat Skiebe sowie der Innenminister Holger Stahlknecht sagten ihre volle Unterstützung zu. Auf einer Unterschriftenliste, welche auslag, trugen sich schon mehrere Hundert Bürgerinnen und Bürger für die Schaffung eines Museums ein.
Deutsche Geschichte, und hier in Eckertal/Stapelburg wurde sogar Weltgeschichte geschrieben, muss in einem Museum unseren Nachkommen zugänglich sein.
LotharEngler
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