Durch das Hochwasser im Juli wurde die Kindertagesstätte in Rhüden im Johannisweg überschwemmt.
Das ganze Haus war unter Wasser gesetzt, das Inventar vernichtet und alleKinder obdachlos. Die Kindertagesstätte fand in den Räumen der seit einigen Jahren leerstehenden katholischen Kirche ein vorübergehendes, neues Zuhause. Die Kirche befindet sich in Privatbesitzt, einige Räume werden vom Spielmannszug genutzt. Bis vor den Sommerferien waren 90 Kinder, darunter 15 Krippenplätze, in der Tagessstätte untergebracht, 30 davon sind nun in die Grundschule gekommen.
Jetzt überreichte die Hildegard-Reisdorff-Stiftung 10.000 Euro an die städtische Kindertagesstätte.
Die Mitglieder des Kuratoriums der Hildegard-Reisdorff-Stiftung, Annelore Lehrke, Christian Gleye (Vorsitzender), Rainer Walke und Gerd Lührig, überreichten den Scheck an Seesens Bürgermeister Eric Homann und an die Kindertagesstättenleiterin Petra Rieger. Da die Kindertagesstätte bereits mehrmals in den vergangenen Jahren von Hochwasser heimgesucht wurde, ist der Wunsch von allen Beteiligten ein Neubau.
Aber in Rhüden ist es sehr schwierig, ein passendes Gelände zu finden, möglichst auch in der Nähe der Grundschule. Die Stadt Seesen will alle Optionen prüfen: „Wir werden 1,4 Millionen Euro in den Haushalt 2018 einsetzten. Für eine Stadt wie Seesen ist es aber eine enorme Summe, denn es sind etwa 3 Millionen Euro an Hochwasserschäden in der Stadt zu bezahlen“, so Bürgermeister Eric Homann.
Sollte ein passendes Grundstück gefunden werden, müsste ein Bebauungsplan aufgestellt werden, was etwa 18 Monate dauern wird. Man hofft auf Fördergelder für einen Neubau, obwohl schon beim Krippenanbau am bisherigen Kindergarten Zuschüsse geflossen sind. „Auf jeden Fall wird die heutige Spende von 10.000 Euro in den Haushalt der Stadt aufgenommen und zweckgebunden für die Kindertagesstätte in Rhüden eingesetzt werden“, so Homann.
Der überschwemmte Kindergarten ist inzwischen trocken gelegt, jetzt ist dort Schimmel aufgetreten. Davon wurden Proben genommen, nun wartet alles auf die Untersuchungsergebnisse.
Frau Hildegard Reisdorff ist am 2. Dezember verstorben und hat ihr wesentliches Vermögen als Stiftungsvermögen hinterlassen. Hilfsbedürftige Personen oder Einrichtungen werden unterstützt, Kinder und Jugendliche durch die Förderungen begünstigt.
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