Vier harte Wintermonate voller Technik-, Beweglichkeits- und Krafttraining zahlten sich aus
Die Schülerin des Burgberg Gymnasiums in Bad Harzburg, Henriette Heinichen (TuRa Braunschweig), begann erfolgreich die neue Wurfsession 2018. Für die Leichtathleten, auch für die Hammerwerfer, endet die Sommersaison im September eines jeden Jahres.
Da in Braunschweig eine geeignete Wurfhalle fehlt, in der die Wurftechnik trainiert werden kann, musste Heinichen bei jedem Wetter fünfmal wöchentlich im Freien auf der BSA in Braunschweig-Rüningen trainieren. Wind, Frost und Schneefall waren hierbei die ständigen Begleiter ihres Trainings. Ergänzt wurde das Freilufttraining durch ein gezieltes Krafttraining im Sportstudio WORKOUT in BS, Juliusstraße 2b, dass zweimal wöchentlich erfolgt.
In den Monaten Januar und Februar führten die Werfer, parallel zu den diversen Hallenmeisterschaften, ihre Winterwurfmeisterschaften im Freien durch. Bereits in der zweiten Januarwoche trat Heinichen in Bremen bei den Landesmeisterschaften im Winterwurf an. Wegen des für Kaderathleten festgelegten Trainingsplans, warf die Athletin dort in der Altersklasse WJ U20 mit dem 4 Kilogramm schweren Wurfgerät und sicherte sich mit einer Weite von 41,34 Metern unangefochten die Goldmedaille.
Zwei Wochen später trat Henriette Heinichen in Halle/Saale bei einem nationalen Werfertag an, um sich auf das Werfen mit dem 3 Kilogramm Hammer vorzubereiten. Auch hier war Henriette mit einer Weite von 49,90 Metern siegreich. Ihre Wurftechnik haben Heimtrainer Klaus Schmidt (TuRa) gemeinsam mit Henriette und dem Bundestrainer Joachim Lipske (München/Unterhaching) umgestellt, wobei die komplexen Bewegungsabläufe noch nicht in voller Gänze von der jugendlichen Hammerwerferin verinnerlicht werden konnten.
Bei den Norddeutschen Meisterschaften, die am 10. Februar in Berlin stattfanden, trafen deutsche Werferinnen der Leistungsklasse aufeinander. Hierbei errang Heinichen bei der WJ U18 mit 47,99 Meter die Bronzemedaille.
Am 24. und 25. Februar fanden die Deutschen Jugendmeisterschaften in der Halle und im Winterwurf in Halle/Saale statt
Deutschlands dreizehn beste Werferinnen der WJ U18 hatten sich dafür qualifizieren können. Ziel von Henriette und Klaus Schmidt war der Endkampf. Mit einer Vorkampfweite von 50,96 Meter wurde ein Platz unter den besten acht Werferinnen erreicht.
Im Laufe dieser Meisterschaft steigerte Henriette Heinichen ihre Wurfweiten auf 51,41 m, 53,30 m und 53,11 Meter und lag vor dem sechsten und letzten Versuch noch auf Bronzemedaillenkurs, sie wurde jedoch im letzten Durchgang von einer Mitbewerberin verdrängt.
Henriettes Leistung reichte dennoch für den vierten Platz der diesjährigen Deutschen Winterwurfmeisterschaften im Hammerwurf. Ihre Weite betrug 53,30 Meter. Damit stellte sie einen Kreisrekord und eine neue persönliche Bestleistung auf, führt die Niedersächsische Bestenliste unangefochten an und wird in der Deutschen Bestenliste WJ U18 an vierter Stelle geführt.
Das lässt für die Sommersaison 2018 und den Deutschen Junioren Cup hoffen.
Braunschweig/Bad Harzburg, den 28. Februar 2018 (ks-waf)
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