Der Europa-Abgeordnete Michael Cramer war Referent beim ersten Heimatnachmittag des Heimatmuseum Abbenrode
Der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Abbenrode, Andreas Weihe, konnte in der Linde viele Interessierte, besonders die Hobbyradfahrer aus der näheren Umgebung begrüßen.
Das Thema lautete: Deutsch-Deutscher Radweg, Am Grünen Band von Lübeck nach Hof. Im Nordharz führt der Radweg von Hornburg nach Rimbeck, von dort nach Wülperode, anschließend geht es am Grenzdenkmal, wo noch 50 Meter des originalen Grenzzaun stehen nach Wiedelah. Man überquert den Eckergraben und einen kleinen Wolterberg.
An einer stark befahreneren Landstraße am Gasthof Weißes Ross vorbei und nach dem überqueren der Eisenbahnlinie folgt das Mahnmal Eisener Vorhang. Nachdem man in Abbenrode die Sehenswürdigkeiten besichtigt hat, geht es weiter nach Stapelburg. Im Eckertal angekommen, biegt man am Eckerkrug links in die asphaltierte Straße ein. Von dort geht es dann in Richtung Ilsenburg. Michael Cramer ist seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments. Der begeisterte Radfahrer radelte bereits im Sommer 1989 auf dem 160 Kilometer langen Zollweg rund um West-Berlin. Nach dem Mauerfall wurde die Idee des Berliner Mauerweges geboren. Diese Idee konnte erst 2007 vollendet werden.
Auf Initiative des Berliner Europa abgeordneten Michael Cramer wurde der Europa-Radweg, Eiserner Vorhang, 2005 ins Parlament eingebracht. Für nahezu ein halbes Jahrhundert teilte der Eiserne Vorhang Europa von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer in Ost und West. Diese überwundene Teilung erlebbar und im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar zu machen ist das Ziel des etwa 10000 Kilometer langen Europa-Radwegs. Der Europa-Radweg besteht aus drei Abschnitten, welche jeweils in einem Radtourenbuch zusammengefasst sind.
Das Buch Deutsch-Deutscher Radweg erschien zum ersten Mal im Sommer 2007, der Autor ist Michael Cramer. Zahlreiche Heimatfreunde, Grenzinteressierte sowie Radfahrer informierten sich bei dem interessanten Vortrag. Hierbei konnten alle Gäste den Referenten befragen, wie die Erfahrungen mit Übernachtungsmöglichkeiten und auch Verpflegung unterwegs seien. So ist die Ausschilderung in Deutschland nicht so gut, aber in Österreich und Ungarn ist sie hervorragend.
Es bestand an dem Nachmittag auch die Möglichkeit das bikline Radtourenbuch zu einem Vorzugspreis von Michael Cramer zu erwerben. Andreas Weihe bat die Gäste noch um eine Spende für die Dachsanierung des Heimatmuseums. Denn ein einstimmiges Votum gaben die Mitglieder des Heimat-, Kultur-und Museumsverein Abbenrode vor drei Wochen für das Projekt Dachsanierung Heimatmuseum ab. „Schon seit einigen Jahren liegt uns der Erhalt des Heimatmuseums sehr am Herzen. Es ist nicht nur unser Vereinshaus, sondern auch ein nicht mehr wegzudenkender Treffpunkt der Abbenröder und auswärtigen Gäste. Umso mehr macht uns der alte Dachstuhl Sorge. Darum haben wir 2017 uns noch einmal um eine mögliche Förderung beworben. Die Gesamtkosten betragen 130.000 Euro, der einzubringende Eigenanteil beträgt 32.000 Euro, diesen Betrag müssen wir am Stichtag, 23. Februar vorweisen“, so der 1. Vorsitzende Andreas Weihe.
Etwa 4000 Euro fehlen nun noch. Wer spenden möchte, kann dieses umgehend tätigen. Wenn der Ausbau fertig gestellt ist, können auch in Abbenrode einige Schlafplätze für Radfahrer angeboten werden.
Am Samstag, 17. März wird zum nächsten Heimatnachmittag eingeladen. Dann hält Lothar Engler vom Grenzerkreis einen Vortrag über Grenzgeschichten.
Homepage: Heimat – Kultur und Museumsverein Abbenrode
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