Vor vier Wochen hat die Dorfgemeinschaft Wiedelah vorgeschlagen, einen Teil des verrohrten Gänsebachs wieder freizulegen.
Es handelt sich um etwa 25 Meter, von der Amtstraße bis zur Weidenstraße. Die Dorfgemeinschaft Wiedelah (DGW) war überrascht, dass der Vorschlag bei der Stadt Goslar auf soviel Zuspruch gestoßen ist. Zu einem Ortstermin kam Thomas Moll, Fachdienstleiter für Umwelt und Gewässerschutz sowie Luise Hansche vom Fachdienst Umwelt und Gewässerschutz nach Wiedelah. Es wurde der Ablauf der geplanten Freilegung mit dem Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Hans-Joachim Michaelis, Vorstandmitgliedern und dem Landschaftswart Paul Kunze erörtert.
Der Gänsebach wurde im Zuge der Kanalisationsarbeiten auf einer Länge von etwa 40 Metern verrohrt. Der „Eckergraben“, in Volksmund „Mühlenwasser“ genannt, wird von der Ecker am Schleusendamm abgezweigt und fließt an der Wasserburg vorbei in Richtung Papiermühle und Kläranlage, von dort in Richtung Pfalz-Werla und hier in die Oker. Der Gänsebach wird in Höhe der Gärten aus dem „Eckergraben“ abgeleitet und fließt quer durch Wiedelah. Er mündet in den Pappeln wieder in den „Eckergraben“. „Es ist keine Hochwasserführung zu befürchten, denn der Gänsebach wird vom Eckergraben abgezweigt, eine Freilegung wäre eine Bereicherung der Grünanlagen“, so Thomas Moll.
Förderungswürdig
In den nächsten Tagen wird der Bauhof eine Vorplanung mit Kostenschätzung erstellen. Es ist geplant, den Bach links und rechts mit Sandsteinblöcken auszubauen. Wegen der knappen Haushaltslage wird beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft Küsten und Naturschutz (NLWKN) in Braunschweig ein Vorantrag für eine Förderung der städtischen Fläche gestellt. Dieses muss umgehend, bis zum 30. September geschehen. Sollte dem Vorantrag positiv entsprochen werden, wird beim NLWKN ein Antrag auf Förderung gestellt.
Kleinmaßnahmen werden für interessierte Gruppierungen und Vereine bis zu 15.000 Euro (davon 90 Prozent) gefördert. Etwa 1500 Euro müsste die DGW Eigenmittel aus dem Vereinskapital hinzu finanzieren.
Die DGW mäht die bisherige Rasenfläche und würde dieses nach einer „Freilegung“ des Gänsebaches weiter pflegen. Sollte alles nach Plan verlaufen, würde im Mai 2017 der Bescheid vorliegen und anschließend kann mit der Freilegung begonnen werden.
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