Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr aus Düsseldorf und München bildeten sich auf der “Schlangenfarm Schladen” für Reptilieneinsätze fort.
Schlangenfarmer Jürgen Hergert hatte am Mittwoch im “Nordharzer Schlangenparadies” Besuch von Berufsfeuerwehrleuten aus Düsseldorf und München. Die Feuerwehrmänner kamen für eine Fortbildung auf die Farm im Schladener Gewerbegebiet Nord.
Ihr Leiter ist Michael Herzbecker, der die Reptilienfachkunde-Gruppe der Berufsfeuerwehr Düsseldorf leitet. Diese Gruppe ist bei den Feuerwehren in Deutschland einzigartig, so Herzbecker. In Schladen hatte er sechs Mitglieder seiner Gruppe und einen Feuerwehrmann aus München dabei. „Wir fahren im Raum Düsseldorf jährlich 35 bis 70 Einsätze mit Reptilien. Daher ist die Ausbildung in Schladen für uns sehr wichtig“, erklärte Herzbecker, der schon öfter auf der Schlangenfarm war. Er hat zudem an großen Zoos in Berlin, München und Hamburg an Ausbildungen teilgenommen und blickt auf mehr als 30 Jahre Berufserfahrung. Seinen Sachkundenachweis hat Herzbecker in der Schweiz abgelegt.
Bisher dürfen laut Herzbecker in Nordrhein-Westfalen (NRW) alle Tiere gehalten werden, das ist aber in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. In NRW stehe eine Gesetzesänderung bevor. Dann solle der Bestandsschutz für private Reptilienhaltungen gegeben sein, aber neue Genehmigungen werde es nicht geben. Hergert sagte: „Ich freue mich, dass wir diese Ausbildung hier durchführen können. Es lagen auch schon vorher Anfragen von Berufsfeuerwehren aus München und Frankfurt vor.“ Aus seiner Sicht ist eine Reptilien-Ausbildung auch für Berufsfeuerwehrleute aus Salzgitter, Braunschweig und Wolfsburg wichtig. Er sei in den vergangenen Jahren zu vielen Einsätzen gerufen worden, berichtete er. Erst in der vergangenen Woche war er in Goslar.
Einen Tag verbrachte die Feuerwehr-Gruppe in Vienenburg bei Stefan Grabbe, dort informierten die Männer sich über die Haltung von und den Umgang mit Krokodilen und Alligatoren.
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