Samstag, 3. Januar 2026 22:00
Feuerwehrübung in Schladen

Feuerwehrübung auf der Kaiserpfalz-Werla Schladen

Ein Sportflugzeug mit fünf Insassen ist auf dem Gelände der Kaiserpfalz Werla abgestürzt. Gleichzeitig wurden eine Gruppe von acht Personen, die gerade gegrillt hatten, durch herumfliegende Trümmerteile verletzt und gerieten in Panik.

So lautete die ausgearbeitete Übung einer Arbeitsgruppe aus der Gemeinde Schladen-Werla. Um 18.45 Uhr wurde die Einsatzleitstelle von dem Absturz von Autofahrern auf der L615, der ehemaligen B4, alarmiert. Daraufhin wurden die Ortswehren von Schladen und Werlaburgdorf und die örtliche Einsatzleitung der Gemeinde Schladen-Werla durch Sirenenalarm zum Einsatz gerufen. Das Gelände der Kaiserpfalz Werla ist sehr weitläufig und unübersichtlich.

Nachdem ersichtlich wurde, dass es sich um einen größeren Unfall handelte, wurden die Ortswehren aus Beuchte, Gielde, Hornburg, Isingerode und Wehre mit Sirenenalarm alarmiert. Um die Wasserversorgung zu sichern, wurde auch das TLF aus Börßum alarmiert. Die fünf Insassen des Flugzeuges wurden aus dem total zertrümmerten Flugzeug geborgen und dem Rettungsdienst übergeben.

Schwierig war es mit der Suche nach den sieben Personen aus der Grillrunde. Zwei Schwerverletzte wurden mit der Schleifkorbtrage über eine Steckleiter aus einer Grube transportiert, die dritte Person konnte mit Seilen geborgen werden. Fünf Personen wurden nach einer längeren Suchaktion verletzt auf dem Gelände gefunden. Alle Personen der Grillrunde wurden durch den Rettungsdienst versorgt. Nach 90 Minuten war die Übung beendet.
Gemeindebrandmeister Daniel Zalesinski war mit der Kommunikation zufrieden, auch der neue Digitalfunk hat hervorragend funktioniert, die Einsatzkräfte waren schnell vor Ort und aufgrund der Dunkelheit und dem unebenen Gelände war es für alle eine Herausforderung. Auch Bürgermeister Andreas Memmert verfolgte die Übung mit, für ihn war es wichtig, dass die Einsatzkräfte auf dem hochsensiblen Gelände ihre Ortkenntnisse verbessern. Die Schminkgruppe der Sanitätseinsatzgruppe hatte die Verletzten naturnah hergerichtet.

Insgesamt waren 109 Feuerwehr-Einsatzkräfte und 19 Einsatzfahrzeugen an der Übung beteiligt. Der DRK-Katastrophenschutz und die SEG (Schnell-Einsatz-Gruppe) waren mit zwölf Einsatzkräften und mit fünf Fahrzeugen beteiligt.

Anschließend wurden alle Teilnehmer zur Abschlussbesprechung in das Schladener Gerätehaus eingeladen.