Dienstag, 3. März 2026 19:39
Emmausgang

Emmausgang am Ostermontag in Isingerode

Die evangelische Kirchengemeinde Hornburg/Isingerode hatte zu einem Emmausgang am Ostermontag eingeladen

Der Emmausgang ist ein vor allem in Süddeutschland sehr verbreiteter Brauch. Er erinnert an den Gang zweier Jünger Jesu nach Emmaus, denen sich der Auferstandene, von den beiden zunächst unerkannt, anschließt. Der Weg führte über drei Stationen, an denen mit Gebet, biblischer Lesung und Gesang dieser Ostererfahrung gedacht wurde. Der Emmausgang begann in der Kapelle auf dem Friedhof in Isingerode und schloss mit einem gemeinsamen Osterfrühstück in der Alten Schule in Isingerode ab. Pfarrer Olaf Schäper konnte in der Friedhofskapelle 35 Gläubige, darunter einige Konfirmanden aus Hornburg, Isingerode und Schladen mit dem Ostergruß „Der Herr ist auferstanden, Halleluja, er ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja“ begrüßen.

Mit dem Lied Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit begann der Emmausgang

Einige kurze Impulse zu den Bibeltexten an den jeweiligen Stationen zweier Jünger, die sich drei Tage nach Jesu Kreuzigung von Jerusalem aus auf den Weg in das benachbarte Örtchen Emmaus machten, zelebrierten Pfarrer Olaf Schäper und Michael Schneider. Beide sind niedergeschlagen und hoffnungslos, denn Jesus – ihr Meister – wurde hingerichtet und sein Leichnam offenbar gestohlen, denn das Grab, das sie besucht hatten, war leer gewesen. Über all das unterhalten sich die beiden Jünger, als sich ihnen unterwegs ein unbekannter Wanderer anschließt. Erst bei einer Rast – als er am Abend das Brot mit ihnen teilt – erkennen die Jünger, dass es sich bei dem Fremden um Jesus handelt. Denn er teilt das Brot genauso, wie er es bei ihrem letzten Abendmahl vor der Kreuzigung getan hatte.

Die Lesung dazu sprach Hannelore Timpe aus dem Lukas-Evangelium.

Mit dem Lied Christ ist erstanden ging es im schweigenden Gang zur nächsten Station. Warum musste Jesus am Kreuz sterben? Nun aber ist alles vorbei, diesen Jesus hat man ans Kreuz genagelt. Am Kreuz ist er gestorben, er ist tot. Wie sie da ihren Weg gehen, den Kopf gebeugt tritt einer zu ihnen. Er tritt in ihre Mitte, er redet sie an, er sagt: Ihr Männer, warum lasst ihr den Kopf hängen? Warum seid ihr so traurig? Sie antworten: Weißt du nicht, was in Jerusalem geschehen ist, wovon die ganze Stadt spricht? Jesus hat man ans Kreuz geschlagen. Jesus, unseren Lehrer, der uns von Gott erzählt hat, der den Menschen Gutes tat. Nun sind es schon drei Tage, dass Jesus tot ist, Jesus, der uns sagte: Unser Gott ist ein Gott des Lebens.

Nach dem Lied Zu Ostern in Jerusalem ging es im Gespräch miteinander zur dritten Station in die alte Schule. Nach der Liturgie der Didache wurde das Brot gebrochen. Unter Leitung des Kirchenvorstandsmitgliedes Sieglinde Oellerich hatte man schon ein Osterfrühstück zubereitet. Zum Abschluss wurde Eucharistie gefeiert, nach einem Vater Unser, einem Dankgebet wurden das Abendmahl als Hostie ausgeteilt.

Homepage: Ev. Kirchengemeinde Hornburg/Isingerode