Die Feuerwehr aus Lochtum ist die schnellste im Stadtgebiet von Goslar.
Die Freiwillige Feuerwehr Lochtum hatte die „Eimerwettkämpfe“ aus Anlass ihres 125-jährigen Jubiläums durchgeführt. Enttäuschend war die Teilnahme, nur fünf von elf Ortswehren, davon vier aus dem ehemaligen Stadtgebiet von Vienenburg, beteiligten sich an den Wettkämpfen auf der Straße „Am Gemeindehof“.
„Wir bekommen die Mannschaft nicht voll“ war der Grund der vielen Absagen, vielleicht trug auch der Ferienbeginn dazu bei. Bei der Begrüßung durch Stadtbrandmeister Christian Hellmeier gab es Feuerwehr–Live, denn es meldeten sich die „Pieper“ bei vielen Einsatzkräften, sie meldeten einen Brand in Jerstedt.
Ortsbrandmeister Heiko Hartmann richtete im Voraus eine Bitte an alle Teilnehme „Streitet Euch nicht, wenn einer etwas falsch gemacht hat“.
Eröffnet wurden die Wettkämpfe durch eine Einsatzgruppe der Feuerwehr aus Stapelburg. Sie zeigten einen zweiteiligen Löschangriff nach den Regeln von Sachsen-Anhalt. Dabei werden keine Einsatzbefehle gegeben, es wird auf einem Podest gekuppelt und es werden drei Längen B- und vier Längen C-Schläuche ausgerollt.
Anschließend wurde bei den „Eimerwettkämpfen“ die Reihenfolge der Starts für den dreiteiligen Löschangriff unter den Gruppenführern ausgelost. Nach der Meldung des Gruppenführers an den Stadtbrandmeister musste von der Pumpe zum offenen Gewässer eine Saugleitung zusammengekuppelt werden. Anschließend musste eine B- Leitung zum Verteiler gelegt werden. „Jeder Trupp legt sein Leitung selbst, der Angriffstrupp mit dem ersten Rohr auf das linke Ziel vor!“ so lautete er Einsatz. Beendet war der Wettkampf erst, als die drei Ziele, aufgestellt in zehn Meter Entfernung, umgefallen waren.
Unter den Augen der Kampfrichter wurden die Fehler notiert, so gab es Strafpunkte, wer die Leine nicht an der Pumpe befestigt hatten oder falsche Befehle gemeldet oder falsche Ausrüstung am Körper hatte. Ein Fehler war es auch, wenn der B- Schlauch nicht in der Schlauchbrücke lag.
Stadtbrandmeister Christian Hellmeier und Ortsbrandmeister Heiko Hartmann überreichten der Gruppenführerin Jessica Schulze den Pokal und den Wanderpokal – einen „Eimer“.
Die Lochtumer siegten mit einer Traumzeit von 1.18 Minuten, gefolgt auf dem 2. Platz von Weddingen (1.29), auf dem 3. Wiedelah (1.39), dem 4. Immenrode (1.55), dem Stadtkommando (1.57) und dem 6. Platz Goslar (2.03).
Wiedelah siegte beim Kuppeln in nur 23 Sekunden, sie machten einen Fehler, ihre Pumpe hatte Luft angesaugt und deshalb gab es beim Abspritzen des Zieles etwas Probleme. Den 2. Platz beim Kuppeln belegte Lochtum (30 Sekunden), gefolgt von Weddingen (40), das Stadtkommando belegte mit 51 Sekunden den 4. Platz, vor Immenrode (53) und Goslar (57).
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