Lochtum. Auf große Resonanz stieß die Aktion „Bringt die Schwalben zurück in das Dorf“, zu welcher der Lions-Club „Kaiserpfalz“ in Zusammenarbeit mit LOGO-Lochtum aufgerufen hatte.
Zwölf Mitglieder von LOGO, aufgeteilt in zwei Gruppen, begleitet und beratend für die Standorte der Nester von Paul Kunze, Vogelkundler und NABU-Vertreter, zogen bewaffnet mit Schubkarre, Werkzeug und Leiter durch Lochtum. Für Mehlschwalben gab es immer zwei Nester mit kleinen Schlitzen, hergestellt aus Holzbeton, darunter wurde ein Kotbrett angebracht. Zwanzig Nistkästen aus Holz, fertigte in den vergangenen Tag Otto Meyer an, diese können auch von anderen Vögeln genutzt werden. Auch an Mauersegler wurde gedacht, diese erhielten einen 80 Zentimeter breiten Eternitkasten als Nisthilfe. In einem Stallgebäude mit Schafen wurden offene Nisthilfen für Rauchschwalben angebracht. Ein Landwirt hat schon viele Schwalbennester am seiner Scheune, er holte sich nur einige Bretter gegen den lästigen Kot an der Wand.
„Kein vorhandenes Nistmaterial zum Bauen der Nester, das ist der Grund für den Rückgang von Schwalbennestern in den Dörfern“, so der Vogelkundler Paul Kunze. Um dieses Problem zu beseitigen, legten Meinhardt und Maxi Fulst acht „Lehmpfützen“ an verschiedenen Standorten im Dorf an. Als Baumaterial diente alter Lehm aus einem alten Gebäude.
Es sind noch einige Kästen frei, wer Interesse an der Aktion hat, kann sich bei Gerald Fulst, Telefon 0151/11646195 melden.
Nach dem Anbringen der Nistkästen ging es für LOGO noch weiter, es wurde der Frühjahrsputz gestartet: Äste sammeln, Rasen gemähen und die Büsche am Pfarrhaus zurück schneiden. Gleichzeitig fanden sich 52 freiwillige Helfer von Lochtumer Vereinen und Verbänden am DGH zur Aktion „Lochtum macht sauber“ ein. Ein Container mit acht Kubikmeter Müll wurde zusammen getragen.
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