Donnerstag, 1. Januar 2026 15:54
Bauernmarkt Hornburg

Bauernmarkt Hornburg war Besuchermagnet

Ein Besuchermagnet war am Sonntag bei bestem Herbstwetter der Bauermarkt Hornburg in der historischen Fachwerkstadt.

Nach den Schätzungen der Werbegemeinschaft Hornburg lag die Besucherzahl bei über 20.000 Besucher. Mehr als in den vergangenen Jahren, so die 1. Vorsitzende Christiane Effern.

Die engen Gassen und Straßen schienen vor Menschen aus allen Nähten zu platzen. Die Straßen außerhalb des Ortskerns waren gesäumt mit Fahrzeugen und trotz angebotenem Park and Ride Service aus Schladen waren zwischenzeitlich die Parkplätze und Seitenstraßen überfüllt.
Beim Flohmarkt ließ es sich so richtig schön kramen und feilschen. Ob jung oder alt, ob groß oder klein, jeder kam auf seine Kosten. Bücher, CDs, Bekleidung und Spielzeug ließen die Herzen aller Schnäppchenjäger höherschlagen. Einen großen Flohmarktstand hatte der Förderverein Stadtbad Hornburg aufgebaut. Mitglieder und Bürger hatten viele Verkaufsartikel gespendet, der Erlös kommt dem Förderverein zugute.
Zahlreiche ländliche Erzeugnisse wurden angeboten, von Kürbissen über Honig bis zu Allgäuer Käse und sogar Tiroler Spezialitäten. Ein örtlicher Dachdecker präsentierte das Schieferhandwerk und fertigte verschiedene Stücke an. An zahlreichen Ständen gab es Dekorationsartikel und Kunstgewerbe zu kaufen.

Musik gab es zwischendurch vom Drehorgelorchester aus Braunschweig mit vielen alten bekannten Melodien und Schlagern zu hören.

Auf dem Burghof hatten sich die Landfrauen und die Jäger des Hegeringes sowie der Spielmannszug Hornburg eine Flaniermeile aufgebaut.
Im Biedermeierhaus ist eine Außenstelle des Heimatmuseums, auf dem Burggelände wurden über 300 Besucher gezählt. Das Haus enthält eine vollständig eingerichtete Kleinbürgerwohnung aus der Zeit der Jahrhundertwende. Im Erdgeschoß befinden sich Küche, Waschhaus und Wohnstube. Im ersten Stock sind außer dem Schlafzimmer eine Nähstube und die Wurstkammer. Auf dem ein Meter breiten Hof – dahinter ragt die zehn Meter hohe Burgmauer empor – steht noch das damals übliche Trockenklosett. Erbaut wurde das Haus in der Biedermeierzeit um 1800. Es ist mit Möbeln aus der Gründerzeit eingerichtet. Im Schein der Petroleumlampen können sich die Besucher in diese Zeit versetzen. Elektrisches Licht und fließendes Wasser gibt es nicht im Biedermeierhaus.

In den Räumen des Heimatmuseums wurde zum 12. Kunsthandwerkermarkt eingeladen. Ganz unterschiedlich war das Angebot, von Schmuck über Kerzen, Stickereien bis zu Geschenkartikeln. Die alte Drechslerwerkstatt von Karl Meyer war in Betrieb, Thilo Ließ aus Wolfenbüttel hat sie vor einigen Jahren wieder in Betrieb gebracht. Hier konnten die Besucher unter Anleitung drechseln. Karin Körner vom Heimatmuseum war überwältigt, so viele Besucher hatte das Museum noch nicht gesehen.