Sonntag, 11. Januar 2026 17:22
schnelles Internet
Von links: Eckhard Wagner, Sabine Köhler, Rosemarie Walter und Gerd Schäfer am neuen Verteilerkasten in Weddingen „Am Stadtberg“.

Ab Mitte Januar 2018 schnelles Internet

Drei Kilometer Glasfaserkabel wurden verbaut und zwei neue moderne Verteiler errichtet, um in Immenrode und Weddingen Bandbreiten bis zu 100 MBit/s und 40 MBit/s im Upload zu erreichen.

Rund 490 Haushalte können in beiden Ortsteilen ab Mitte Januar 2018 die schnellen Anschlüsse nutzen. „Die Kabel sind fertig, aber auf das Knöpfchen können wir noch nicht drücken. Es sind noch einige Montagearbeiten für die Vermittlungsstelle nötig“, so Sabine Köhler, Vertriebsbeauftragte der Deutschen Telekom. Der Glasfaser-Ausbau der Telekom im Vorwahlbereich 05324 im Stadtteil Immenrode mit der Mühlenberg-Siedlung und im Stadtteil Weddingen läuft auf Hochtouren.

Davon haben sich jetzt Ortsvorsteher Eckhard Wagner aus Immenrode, Ortsvorsteher Gerd Schäfer aus Weddingen sowie Rosemarie Walter, Fachdienstleitung der Wirtschaftsförderung von der Stadt Goslar vor Ort überzeugt. „Gut, dass der Ausbau so zügig voranschreitet“, sagt Eckhard Wagner. „Unsere Bürgerinnen und Bürger können es kaum erwarten, die moderne digitale Infrastruktur zu nutzen.“ Gerd Schäfer weiter: „Schnelle Internetanschlüsse sind heute für das Leben und Arbeiten in Weddingen und Immenrode unverzichtbar.“

Heutzutage ist schnelles Internet nicht nur für Unternehmer ein entscheidender Standortfaktor, betonte Rosemarie Walter von der Fachdienstleistung von der Wirtschaftsförderung der Stadt Goslar. „Auch junge Familien bauen ihre Häuschen lieber dort, wo sie optimal vernetzt sind. Schnelles Internet ist da genauso wichtig wie Kindergarten und Schwimmbad“.

So kommt das schnelle Netz ins Haus: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen, grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring-Technik zum Einsatz.

Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Eckhard Wagner aus Immenrode möchte, dass die Lebenshilfe in der Probsteiburg auch angeschlossen wird. Dort sind sind insgesamt über 500 Beschäftige tätig. Die Kosten würden sich auf etwa 230.000 Euro belaufen.

Mitte November wird es im Weddinger Dorfgemeinschaftshaus einen Informationsabend über die weitere Vorgehensweise zur Anmeldung des schnellen Internet geben. Wer einen entsprechenden Anschluss haben möchte, muss sich bei der Telekom melden und sich registrieren lassen.

Wer bei einem anderen Provider seinen DSL-Anschluss hat und dabei bleiben möchte, muss sich gedulden. Es kann bis zu einem halben Jahr (evtl. auch länger) dauern, bis alle anderen Anbieter freie Leitungen erhalten.