Vor Beginn der JHV stärkten sich Gäste und Mitglieder der Hornburger Wehr bei einem guten Essen von der Fleischerei Bötel
Um 19:40 Uhr eröffnete der Ortsbrandmeister Wolfgang Hesse die Versammlung und begrüßte alle anwesenden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, den Kreisbrandmeister Tobias Thurau, Abschnittsleiter West Florian Graf, Gemeindebrandmeister Daniel Zalesinski und seinen Stellvertreter Peter Bartels, den Zugführer des 1. Fachzuges Kevin Fricke, den ehemaligen Gemeindebrandmeister Claus Moser und den ehemaligen Ortsbrandmeister Ulrich Neumann, Ehrengemeindebrandmeister Wolfgang Hattwig, den ehemaligen Abschnittsleiter West Jörg Koglin, den Bürgermeister der Gemeinde Schladen Werla Andreas Memmert, sowie die Vertreter aus der Verwaltung Schladen Werla und einige Ratsmitglieder mit Julian Märtens (SPD Fraktion), Bürgermeister der Stadt Hornburg Marc Samel und Stellvertreter Henning Rabe, den Feuerwehrausschussvorsitzenden Nils Beckmann (SPD), Christiane Pantke (SPD) und Bernward Köbbel (CDU). Nicht zu vergessen war diesmal auch Steffen Sievert als Bezirksleiter vom NP Markt und auch die Vertreter der Presse, Stephanie Memmert (Braunschweiger Zeitung) und Helmut Hohaus (Goslarschen Zeitung).
Nach der Totenehrung für den Kameraden Manfred Palm erklärt Hesse, dass das Leben sehr kostbar ist und gab bekannt, dass man sich an einer Typisierungsaktion in Hessen beteiligen werde, da dort ein Kamerad erkrankt sei. Anschließend verlas er die Tagesordnung.
In diesem Jahr startete der Ortsbrandmeister mit dem Motto: Stärken entdecken, die Welt verändern! und erläuterte, dass man im vergangenen Jahr viele Höhen und Tiefen erlebt habe. Unter anderem dem Neujahrsempfang, das 40 Jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr und das beliebte und traditionelle Wintervergnügen. Viel zu kämpfen hatte man hingegen mit dem großen Hochwasser im Juli 2017 und auch müsse man weiterhin an der Dienstbeteiligung der Kameraden arbeiten. Im Kommando gab es diesmal keine Veränderungen.
Es folgte ein kleiner Überblick der Zahlen und Fakten des letzten Jahres
Insgesamt hat die Feuerwehr Hornburg aktuell 45 Aktive, in der Altersabteilung 13 und 277 fördernde Mitglieder.
An Einsätzen galt es 106 Stück zu bewältigen. Hiervon neun Brände, drei Brandsicherheitswachen und 89 technische Hilfeleistungen, zwei Übungen und drei blinde Alarme. Einen großen Anteil machten hierbei die vielen Hochwassereinsätze an insgesamt 200 verschiedenen Einsatzorten in der Gemeinde aus.
Insgesamt leisteten die aktiven Kameraden 6940 Dienststunden, die Jugendfeuerwehr 6534 Stunden. Somit würde dies einen Durchschnitt von ca. 154 Stunden eines aktiven Mitglieds im Jahr ergeben.
Die Fahrzeuge fuhren insgesamt 5965 km. Hier sprach er ein recht herzlichen Dank an den Gerätewart Falk Reppin und an alle anderen Unterstützer, die die Fahrzeuge gut in Schuss gehalten haben und immer dafür sorgen, dass die Gerätschaften gepflegt und einsatzbereit sind.
Natürlich darf auch die Aus- und Weiterbildung in der Freiwilligen Feuerwehr nicht zu kurz kommen
Hier besuchten die Kameraden insgesamt 18 Lehrgänge. Auf dem Programm standen dabei Lehrgänge für Führungskräfte, Maschinisten und Atemschutzgeräteträger, sowie die Umschulung auf Digitalfunk. Außerdem nahmen die drei Kameraden Henry Heldt, Kevin Fricke und Bernhard Wölfer an einer Weiterbildung zur Absturzsicherung teil.
Hesse sprach, dass diese Weiterbildung nicht einfach sei und er großen Respekt davor habe, was die Teilnehmer dort leisteten. Über den normalen Übungsdienst in den eigenen Reihen hinaus stellt die Hornburger Feuerwehr auch aktive Mitglieder, die anderweitig in Ausbildungsbereichen tätig sind. Zum Beispiel bei der Truppmann 1 Ausbildung, der Brandschutzerziehung, als Funkbeauftragter auf Gemeindeebene oder der örtlichen Einsatzleitung.
Festhalten möchte man auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, dem Verkauf bei Veranstaltungen zusammen mit der Jugendfeuerwehr und die Teilnahme an Jubiläen anderer Wehren. Im Jahr 2017 nahmen die Hornburger Kameraden an Jubiläen, dem Pokalschießen des Schützenvereins Hornburg und vielen Verkaufsveranstaltungen wie z.B. den Bauernmarkt in Hornburg teil.
Beim Ausblick auf das Jahr 2018 steht wieder viel auf dem Plan
Es werden einige Objektbesichtigungen durchgeführt, um Feuerwehrpläne zu erarbeiten und die Alarm- und Ausückeordnung (AAO) qualifiziert weiter zu entwickeln. Weiterhin wird man auf Landesebene auf das Verwaltungsprogramm namens FeuerOn umstellen und natürlich die jährliche Feuerwehrfahrt mit dem Reiseleiter Helge Reinecke, diesmal nach Dresden durchführen.
Ein weiteres großes Thema war und bleibt auch im kommenden Jahr die Ersatzbeschaffung von Löschfahrzeugen. Hierzu entwickelte man ein Konzept und legte dieses der Verwaltung vor. Andreas Memmert erklärte mit einigen Worten dazu, dass dieses, mit den ausgewählten Fahrzeugen und seinen Funktionen ein beeindruckendes Konzept sei. Es ist auch ihm ein wichtiges Thema. Er betonte die Notwendigkeit der Beschaffung und gab bekannt, dass es bereits vom Innenminister genehmigt und im Haushaltsplan der Gemeinde mit eingeplant ist.
Hesse sprach weiter, dass man seit 2016 nicht nur die Kosten, sondern auch den Nutzen von neuen Fahrzeugen im Blick habe. Nicht nur für die Stadt Hornburg, sondern für die ganze Gemeinde. Der Ortsbrandmeister stellte kurz zwei verschiedene Fahrzeuge, das HLF 20, sowie ein MLF mit den wichtigsten Daten vor. Er beendete sein Vortrag mit einem Zitat aus einem Songtext von Mark Forster: Egal was kommt, es wird gut sowieso. Immer geht `ne Tür auf, irgendwo.
Anschließend folgete der Bericht des Jugendwartes
Der Jugendwart Marvin Fricke berichtete von vielfältigen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr z.B. das Osterfeuer und ab April das Üben für die Kreiswettbewerbe Sickte, wo man von 40 Mannschaften den 26. Platz erreichte. Mit den Jugendfeuerwehren Schladen und Gielde richtete man zusammen die Abnahme der Leistungsspange aus, bei den man leider nicht bestehen konnte.
Außerdem beteiligte sich die Jugend am Apfelfest bei Willeckes Lust, wo wieder die Pizza aus dem eigenen Ofen verkauft wurde und begleitete im Herbst die Laternenumzüge des Kindergartens und zu St. Martin. In der Weihnachtszeit wurden Kekse gebacken und auf der Weihnachtsfeier fuhr man kegeln. Außerdem standen im Jahr 2017 Brandschutzerziehung, Erste Hilfe und ein DVD Abend auf dem Programm.
In diesem Jahr, berichtet der Jugendwart stolz, kann man vier weitere gute Kameraden, Tobias Drevenstedt, Moritz Fredersdorf, Johannes Meyer und Sarah Söhlke übergeben. Der Jugendfeuerwehr gehören zurzeit 10 Jugendliche, davon drei Mädchen, an. Auch 2018 will man wieder durchstarten. Fricke schloss seinen Bericht mit den Worten Sei Kamerad und du wirst Kameraden erhalten.
An dieser Stelle meldete sich Steffen Sievert, der Bezirksleiter von NP zu Wort
Er ist begeistert von der Arbeit der Feuerwehr und möchte sich für die Versorgung vom Juli-Hochwasser entschuldigen. Im Hornburger NP Markt werde man eine Spendenbox für die Pfandbons vom Leergut anbringen, sodass Kunden ihren Pfandbetrag ein halbes Jahr lang für die Hornburger Wehr spenden können. Hesse entschloss sich an dieser Stelle, den Nachwuchs zu fördern und die Einnahmen den Jugendfeuerwehren der ganzen Gemeinde zu überlassen.
Gemeindebrandmeister Daniel Zalesinski dankte bei seinem Bericht seinem Vorgänger Claus Moser
Auch bedankte er sich für die Einladung und allen anderen Kameraden für die geleistete Arbeit. Zalesinki erwähnte die positive Entwicklung der Kinderfeuerwehr in Gielde, die mit mittlerweile 20 Kindern sehr guten Zuspruch findet und die Übung auf Gemeindeebene, welche auf dem Gutshof in Altenrode stattfand. Im vergangenen Jahr konnte man ein neues HLF 10 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) für die Ortswehr Schladen, sowie ein ELW (Eisatzleitwagen) für die ÖEL (Örtliche Einsatzleitung) und neue Helme für die gesamte Gemeinde anschaffen.
Weiter konnte man im April die neue Kleiderkammer unter der Führung von Lena Behrens in Isingerode eröffnen und das 40 Jährige Jubiläum von der Jugendfeuerwehr Hornburg und 120 Jahre Feuerwehr Isingerode feiern. In der Gemeinde ist die Zahl der Aktiven Feuerwehrkameraden von 215 auf 226 gestiegen, davon 33 Frauen. Insgesamt wurden 311 Einsätze absolviert. Dabei waren u.a. viele Container- und Strohbrände, ein schwerer Verkehrsunfall auf der A 395 und das Hochwasser.
An Atemschutzgeräteträgern verfügt die Gemeinde insgesamt über 76 Kräfte, wovon zurzeit 64 einsatzbereit sind. Der Gemeindebrandmeister bedankte sich und schloss seinen Bericht mit den Worten Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.
Andreas Memmert, der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Schladen Werla folgte mit seinem Bericht
Er sprach den Rat und die Verwaltung an und erklärte, dass 1999 die Hochwasserschutzmaßnahmen in Hornburg ausgebaut wurden, 2008 die Mauer an der Oker in Schladen und seit 2014 das ausgearbeitete Hochwasserschutzkonzept genehmigt ist und nichts passiert. „Man muss handeln. Die Feuerwehr ist nicht da, um die Fehler der Politik auszubügeln!“, betonte Memmert.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist für ihn die Sicherheit für unsere Region. Er kämpfe für einen Kreisel an der Gielder Kreuzung, ein Tempolimit auf der Strecke Altenrode/Werlaburgdorf und am Kleingartenverein Hornburg, sowie eine erweiterte 30er-Zone vor dem Feuerwehrhaus in Hornburg. Fest geplante bauliche Maßnahmen in Zukunft werden u.a. die Grünanlage Friedrich-Ebert-Platz, die Brücke am Stadtbad und eine Erinnerungsstätte im ehemaligen Hopfensilo sein.
Kreisbrandmeister Tobias Thurau eröffnete seinen Bericht mit Worten von Helmut Schmidt
Wer Kritik nicht annehmen kann, hat etwas zu verbergen – und beteuerte damit, dass bei uns niemand etwas zu verbergen habe und lobte die Zusammenarbeit. Thurau erklärte, dass man noch Wünsche und Forderungen zum Bandschutzgesetz habe, die FTZ eine neue Führung hat und erläuterte ebenfalls einige Worte zur Ersatzbeschaffung der Fahrzeuge. Thurau sagte: „Wir sollten weiter gemeinsam das Schöne an und im unseren Landkreis, der Gemeinde Schladen Werla, unserer schönen Stadt Hornburg, unserer Heimat bewahren.“
Von den geladenen Gästen meldete sich Nils Beckmann
Auch er bedankte sich für Einladung und geleistete Arbeit. Er schätzt die Arbeit des Feuerwehrdienstes sehr, was alleine das jüngste Beispiel des Großbrandes der Druckerei Sattler Media Press zeige. Auch Bürgermeister Marc Samel beteuerte seinen Respekt vor der Leistung dieses Ehrenamtes, was alleine bei den Einsätzen der drei vergangenen Nächte und auch in der Jugendarbeit zu sehen war und ist.
Unter Punkt 11 der Tagesordnung konnten anschließend die Jugendfeuerwehrmitglieder Tobias Drevenstedt, Moritz Fredersdorf, Johannes Meyer und Sarah Söhlke per Handschlag des Ortsbrandmeisters in die Reihen der Aktiven aufgenommen werden.
Mit einer kleinen Aufmerksamkeit dankte Hesse den drei Jugendfeuerwehrwarten Marvin Fricke, Bettina Dettbarn und Patrick Söhlke.
Direkt im Anschluss gab es für Bernd Dittelbach eine Ehrung für 40 Jahre und für Hermann Freise eine Ehrung für 60 Jahre Zugehörigkeit in der Feuerwehr.
Nach dem Verlesen des Protokolls endete die Versammlung um 22:15 Uhr.
Bei geselligem Beisammensein ließ man den Abend gemütlich ausklingen.
Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Hornburg
Fotos/Text: Pressewartin Luisa Schneemilch
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