Montag, 12. Januar 2026 3:08
Blühstreifen
Trotz Regen freuen sich die Landwirte und Jäger Dr. Gunnar Breustedt und Martin Kowalewsky über ihren Blühstreifen und den nicht geernteten Weizen.

Es wird Herbst im Blühstreifen

Bunt blühen Buchweizen, Malven und Sonnenblumen mit letzter Kraft im Blühstreifen

Vier Monate nach der Aussaat staunen Martin Kowalewsky, Vorsitzender des Hegerings Vienenburg und Dr. Gunnar Breustedt, Naturschutzobmann der Jägerschaft Goslar, über die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt im Blühstreifen. Seit Juni pendeln Bienen, Hummeln und Schmetterlinge geschäftig zwischen den Blüten hin und her. Bald werden sich Spatzen und Lerchen über die ausgereiften Samen und Körner hermachen.

In der Weddinger Feldmark haben acht Landwirte und Jäger unterschiedliche Randstreifen an Gräben, Hecken, Wegen und Waldrändern eingesät. Die Vielfalt reicht von mehrjährigen Gras- oder Luzernestreifen, über einjährige Blühstreifen mit Hafer, Phacelia und Sonnenblumen bis zum zweijährigen Blühstreifen für das seltene Rebhuhn. Ein Streifen nicht gedroschenen Weizens wird im Winter Maus, Hamster, Amsel, Rebhuhn und Hase satt machen.

Mit dem von der EU geförderten Rand- und Blühstreifen gewinnen nicht nur Bauern und Jäger, sondern auch die Spaziergänger freuen sich über die blühende Landschaft. Artenreichtum und Masse der Insekten sind beeindruckend. Flora und Fauna profitieren.

Besonders ermutigt sind Martin Kowalewsky und Dr. Gunnar Breustedt, dass in Weddingen im nächsten Jahr weitere strukturreiche Blühstreifen für Hasen, Rebhühner, Bienen und Hummeln hinzukommen werden.