Donnerstag, 1. Januar 2026 4:26
Aktion Saubere Hände

Hygienefachkräfte informierten über Aktion Saubere Hände

Hygienefachkräfte der Asklepios Harzklinken in Goslar und der Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen informierten anlässlich des Welt-Händehygienetages über die nationalen Kampagne für mehr Patientensicherheit Aktion Saubere Hände und wie man sich sonst vor Infektionen schützen kann.

Mehr als 100 Besucher kamen in wenigen Stunden allein an den Stand in die Harzklinik Goslar: Interessierte konnten am Freitag im Klinik-Foyer beispielsweise selbst in einem Schnellverfahren mit der Schwarzlicht-Box sofort überprüfen, ob ihre vor Ort durchgeführte Händedesinfektion wirklich erfolgreich und wirksam war. Zu  beachten ist dabei: Die Hände müssen vor der Desinfektion trocken sein und alle Bereiche der Hände unbedingt vom Desinfektionsmittel benetzt werden, insbesondere Daumen, Fingerkuppen und Nagelfalz. Zudem muss das Desinfektionsmittel mindestens 30 Sekunden einwirken. Überdies gab es ein Quiz zu Hygienefragen sowie ein Glücksrad mit tollen Preisen!

„Regelmäßiges Händewaschen gilt als eine der entscheidenden Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionskrankheiten“, sagt der leitende Oberarzt Ulrich Sievers, in den Harzkliniken verantwortlich für die Krankenhaushygiene. Eine wichtige Erkenntnis stand beim diesjährigen Welttag der Händehygiene mit im Fokus: Auch  Besucher und Angehörige können in einer Klinik mit ihrem Verhalten das Risiko für Infektionen mindern. „Wichtig ist es, sich vor und nach dem Betreten des Patientenzimmers die Hände zu desinfizieren“, so Ulrich Sievers.

In der Medizin versteht man unter Händedesinfektion ein Verfahren, um die Zahl von Krankheitserregern auf der Haut der Hände mit Hilfe von Händedesinfektionsmitteln zu verringern. Indem man die in den Kliniken aufgestellten Händedesinfektionsspender nutzt, kann man beispielsweise selbst zur besseren Hygiene mitbeitragen.

Auch gut besucht: In den Asklepios Kliniken Schildautal Seesen thematisierten die Hygieneexperten auf den Stationen mit einer  Plakataktion (Infusionsflaschen mit selbst erstellten Aufklebern als Erinnerung an die Händedesinfektion beklebt) einen wichtigen Teilaspekt der Hygiene: die gute Händehygiene vor „sauberen Arbeiten“  wie z.B. Verbandwechsel, Injektionen oder Arbeit an Kathetern, dies ist eine der wichtigsten der fünf Indikationen der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Händedesinfektion.

Anlass der Aktionen ist der heutige  Welttag der Handhygiene. Das Datum 5.5. ist nicht zufällig, sondern symbolisiert die zweimal fünf Finger des Menschen und die Bedeutung der Händehygiene. Denn sie ist die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor Infektionen.

Hintergrund:

Jährlich lassen sich die Asklepios-Kliniken durch die Aktion Saubere Hände zertifizieren. Damit wird deutschlandweit das besondere Engagement bezüglich Qualität und Nachhaltigkeit der Händehygiene in Krankenhäusern ausgezeichnet. Bewertet wurden unter anderem die Ausstattung und Fortbildungen auf dem Gebiet der Händedesinfektion sowie die Entwicklung, wie häufig Händedesinfektionen in der jeweiligen Klinik auftreten. Die bundesweite Kampagne Aktion saubere Hände wurde am 1. Januar 2008 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. ins Leben gerufen. Die Aktion verfolgt das Ziel, das Verhalten bei der Händedesinfektion in deutschen Kliniken nachhaltig zu verbessern. Sie hatte unlängst die Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen mit dem begehrten Zertifikat Gold ausgezeichnet.

Die Teams der Krankenhaushygiene arbeiten in den Asklepios Kliniken seit Jahren intensiv daran, die Händehygiene zu optimieren, so stehen sie beispielsweise auch allen Mitarbeitern mit Rat und Tat zur Seite.

„Für alle unsere Kliniken steht die Hygiene an erster Stelle. Wir schulen regelmäßig unsere Mitarbeiter“, sagt Adelheid May, Regionalgeschäftsführerin und Geschäftsführerin der Asklepios Harzkliniken und der Asklepios Kliniken Schildautal. „Aber bei der Hygiene sind alle beteiligt , neben dem Personal auch die Patienten selbst und Angehörige und Besucher.“