Freitag, 2. Januar 2026 1:02
Harzquerung

38. Harzquerung – 582 überquerten den Harz

Seesener Matthias Rühlemann Klassensieger

Schon zur 38. Auflage des reinen „Naturlaufes“ von Wernigerode nach Nordhausen hatte Peter Unverzagt vom SK Wernigerode eingeladen und es gab einen neuen Melderekord zu verkünden, leider erreichten nicht alle das Ziel in Nordhausen. Auf der seit Jahren unveränderten Strecke mit Start in der Salzbergstrasse in Wernigerode führt der Streckenverlauf auf größtenteils schmalen Forst- und Wanderwegen zum Ziel in das Albert-Kuntz-Stadion in Norhausen. An vier Verpflegungs- und Getränkestationen im Abstand von ca. 10 km konnten sich die knapp 600 Läufer und Läuferinnen der 51 km langen Strecke mit warmen und kalten Getränken, Obst und Süßes erfrischen bzw. stärken. Der Lauf ist nicht einfach. Es gilt 1.360 Höhenmeter zu überwinden.

Traditionell findet die HARZQUERUNG  immer am letzten Sonnabend im April statt. Drei Strecken stehen zur Auswahl:

1. Wernigerode über den Harz nach Nordhausen ca. 51 km
2. Wernigerode nach Benneckenstein ca. 25 km
3. Benneckenstein nach Nordhausen ca. 28 km

Am Startplatz in Wernigerode waren es ca. 600 Läufer und Läuferinnen, die pünktlich um 8.30 Uhr bei ca. 7° auf die lange Reise über den Harz  nach Nordhausen begaben. Dazu kamen noch über 100 die nach ca. 25 km Beneckenstein beendeten. Nach einer kurzen Ansage setzte sich das langgestreckte, bunte Läuferfeld in Bewegung und nach wenigen Minuten waren alle außer Sichtweite. Auf den recht schmalen Wald-, Wiesen- und Forstwegen mitten durch Wälder und Wiesen gab es nur wenige kleine Harzer Orte die durchlaufen werden mussten. Zahlreiche Zuschauer, meist Betreuer und Angehörige konnten ihre Läufer mehrfach bei Straßenquerungen oder beim Durchlauf der Ortschaften mit Getränken usw. versorgen.

 

Schon am Start setzte sich Thomas Kühlmann  (NSV Wernigerode) an die Spitze, er lief die 25 km und hatte nach ca. 8 km schon über 2 Minuten Vorsprung.

Das Ziel in Beneckenstein erreichte er nach seinem Sololauf nach 1:34,28 Stunden. Schnellster aus dem Kreisgebiet war Dr. Matthias Hoffmann vom Läufer-Team Oker als 8. Leider gab es keine Altersklassenwertung, hier hätte Hoffmann klar seine AK gewonnen.

Schon an der ersten Strassenquerung war der Berliner Enrico Wiessner vorn. Er lief die 51 km vorne der Spitze und war nach genau 3:40,00 Stunden in Nordhausen. Bereits als 11. war Wolfgang Rühlemann (MTV Seesen) in 4:11,13 im Ziel, das war der Sieg in der AK 55. Nach und nach kamen einzeln oder in kleinen Gruppen, darunter auch Rüdiger Birkner (MTV Seesen), Thomas Renneberg (Bad Harzburg), Jens Warlich (Wiedelah)… ins Nordhausen an. Bei den Frauen war es Barbara Drews die nach 4:37,34 Stunden den Lauf, knapp vor Susi Lüürßen von der TG Münden, beendete. Aus dem Kreisgebiet waren Sabine Krumpen-Müller und Andrea Bittner (beide LAV07 Bad Harzburg) die ihr Ziel unter 6 Stunden nach Nordhausen schafften. Heidrun Jung stoppte fast 5 Stunden. Äußerst erschwerend war es für den Schreiber der Startnummern, diese waren teilweise im Rucksack, unter der Trainingsjacke, in der Hosentasche und nicht wie es Langstreckenläufen üblich ist, sichtbar auf der Brust. Insgesamt waren es 582, darunter 142 Frauen, die das Ziel in Nordhausen nach Überquerung von ca. 1.400 Höhenmetern erreichten.

Die 28 km Teilstrecke von Benneckenstein nach Nordhausen gewann nach 2:13,05 Std. Stefan Gebser (SG Dynamo Drebsdorf) und bei den Frauen war Stephanie Hecht vom VfL Dresden Bühlau vorn.

Wiederum viel Lob gab es für den schönen Landschaftslauf, die gut markierte Strecke, die freundlichen Helfer, nur die Sonne hätte noch kräftiger scheinen können, aber es blieb  trocken. Bei einer schmackhaften Erbsensuppe und natürlich einem Bier verging die Zeit bis zum Transfer per Bus nach Wernigerode doch sehr schnell.