Sonntag, 11. Januar 2026 17:44
Schützengesellschaft

Generalversammlung Schützengesellschaft Goslar

Neuwahlen und zahlreiche Ehrungen standen im Mittelpunkt der Generalversammlung der Privilegierten Schützengesellschaft im neu renovierten und hell erstrahlten großen Saal des Lindenhofes.

Der Schützenvogt wies darauf hin, dass der Verein sein wirtschaftliches Ziel erreicht habe und schuldenfrei ist. Im vergangenen Jahr konnte mit der Erweiterung der Luftgewehrstände auf insgesamt zwölf elektronische Schießanlagen, eine neue Gewichtung erfahren, somit stehen 42 Schießstände für KK, LP und LG zur Verfügung. Auch der große Saal im Lindenhof hat eine Modernisierung erhalten, dank eines Zuschusses in Höhe von 66.000 Euro der Stadt Goslar. Die Lichtanlage, Parkettfußboden und die Toiletten wurden behindertengerecht umgebaut. Es soll noch das Foyer erneuert und die Türen zur Toilette gestrichen werden. Eine Änderung gibt es beim Schützenfest, es werden nicht mehr die Könige Zuhause besucht, sondern zu einem gemeinsamen Königsessen in die alte Feuerwache eingeladen.

Langjährige Mitglieder in der Privilegierten Schützengesellschaft konnten geehrt werden:

10 Jahre: Anja-Cordula und Jürgen Breiler, Volker Götze.
15 Jahre: Alexander Bachmann, Julia-Angela Graßl, Markus Hinz, Michael Suliktsis, Ingo Weihe (alle silberne Ehrennadel des NSSV)
25 Jahre: Dr. Othmar Hesse, Peter Ludwig (beide auch die DSB-silberne Ehrennadel) Wolfgang Bzdok, Iris Heger, Thomas Schmidt.
40 Jahre: Jürgen Brand, Klaus-Peter Jaschinski, Max Kellner, Hugo Levy, Petra Wilking (alle auch die DSB-goldene Ehrennadel).
50 Jahre: Traute Frantzen, Hans-Peter Bruns (auch die DSB-goldene Ehrennadel).
60 Jahre: Klaus Götze.

Bei den Vorstandswahlen erfolgte für Schützenvogt Jürgen Sikora eine Wiederwahl, die Schriftführung wird zukünftig Wolfgang

Graßl übernehmen. Für Ralf Bogisch (Hausverwaltung) gab es eine Wiederwahl und Gabriele Sikora wurde zur allgemeinen Vorstandsarbeit neu gewählt. Die Schießkommission setzt sich aus Carl-Friedrich Ludwig, Renate Hillebrecht und Brigitte Pleil zusammen. Zu Kassenprüfern wurde Nils Fehrke und Peter Brandes gewählt. Mit dem traditionellen Umtrunk aus dem „Konsul-Adam-Pokal“ wurden Faith-Kiara Wilberz und Patrick Leschke als neue Mitglieder in die Gesellschaft aufgenommen. Zahlreiche Pokale wurden verliehen: Petra Wilking (Beste Dame LG- 3,0 Teiler), Bernd Weithaase (Herren LG- 4,2 Teiler), Carl-Friedrich Ludwig (Herren 50 m KK- 51,1 Teiler), Wolfgang Bzdok (Herren 100m KK- 117,0 Teiler), Gabriele Ludwig (St. Sebastian-Scheibe der Damenabteilung), Markus Hinz (St. Sebastian-Scheibe der Schützen Ringwertung und Teilerwertung). Martin Müller errang in diesem Jahr die Generalversammlungsehrenscheibe.

Sven Schneider von der Volksfest e.V. wies darauf hin, dass in drei Jahren der 800. Geburtstag der Privilegierten Schützengesellschaft gefeiert wird.

Zum Schluss gab es Kritik an die aktiven: „Man sieht Euch nicht auf dem Platz und warum das Königsessen nicht auf dem Festplatz in der Bauernkate abgehalten wird“. Grußworte gab es vom „Oberschützenvogt“ Dr. Oliver Junk, er hofft, dass von den 66.000 Euro Zuschuss der Stadt, noch etwas für eine neues Mikrofon über ist, denn es gab während der Veranstaltung größere Probleme. Der Präsident des KSV, Hartmut Richter, ging auf das Problem „Reichsbürger“ ein, denn ein Mitglied eines Schützenvereins gehört dieser Gruppierung an. Er wird dieses am 2. April bei der Kreisdelegiertentagung in Harlingerode noch einmal ansprechen. Zum Abschluss widersprach Sikora einem Gerücht: „Die Damenabteilung und der Vorstand besteht weiter noch“, denn seit Anfang des Jahres ist das Schießen von der Damenabteilung und der Herren auf Grund der geringeren aktiven zusammengelegt, somit gibt es einen gesellschaftlichen Abend.

Wie solle es weitergehen in den nächsten Jahren? Mit Blick auf den Vorstand haben „ wir das letzte Aufgebot“ zusammen bekommen, was anderes zu verkünden wäre gelogen, so Sikora. Für das kommende Jahr hat der Rechnungsführer Peter Schlüter aus Altersgründen seinen Rückzug angekündigt. Bei der Mitgliederentwicklung sieht es nicht gut aus, denn 2014 gehörten noch 241 Mitglieder der Gesellschaft an, so sind es nun nur noch 172, allein 30 Mitglieder sind durch die Auflösung des Spielmannzuges verloren gegangen. Das gesamte Schützenwesen ist ein Problem, es gibt keine Umzüge mehr, nur noch in DGH und Vereinshäusern wird klein gefeiert. Tag der offenen Türe oder Grillfeten haben bundesweit nicht zum Mitgliederzuwachs geführt. Goslar ist noch eine von wenigen, die noch ein Schützenfest veranstalten.

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