Montag, 12. Januar 2026 1:29
Entschädigungsfest auf dem Gut Beuchte

Entschädigungsfest auf dem Gut Beuchte

Zu einem „Entschädigungsfest“ hatte Clemens von König auf das Gut Beuchte eingeladen. Bei Getränken und Gegrilltem und musikalischer Unterhaltung mit der Gruppe „Caszkings“ aus Beuchte verbrachten die Gäste einen herrlichen Sommerabend.

„Nach neun Jahren Bauzeit, mit viel Lärm, Staub und Geruchsbelästigungen habe ich die Nachbarn und die Feuerwehren aus der Gemeinde Schladen-Werla zu einem Entschädigungsfest eingeladen“, so Clemens von König bei der Begrüßung. Besonders bei der Feuerwehr bedankte er sich. Im Juli 2015 wurde von der Ortsfeuerwehr Beuchte die 100 Kubikmeter-Zisterne an zwei Tagen befüllt. Als von Oktober 2015 bis Dezember 2015 die Gasproduktion gestartet wurde, musste die Feuerwehr in der Gemeinde Schladen-Werla öfters alarmiert werden. Der Methangehalt musste langsam bis auf das benötigte Niveau von über 50% gesteigert werden. Diese Qualität benötigt der Gasmotor.

Im November und Dezember musste die bis dahin noch zu geringe Gasmenge über die Notfackel auf dem Technikgebäude abgefackelt werden. Da diese Flamme von vorbeifahrenden Autos auf der B 82 gesehen wurde, alarmierten einge Autofahrer die Feuerwehr. Obwohl die Leitstelle der Feuerwehr darüber Bescheid wusste, musste vorsichtshalber die Feuerwehr anrücken, um sich davon zu überzeugen, dass keine Gefahr besteht. Im Dezember 2015 wurde der Regelbetrieb aufgenommen, seitdem waren auch keine weiteren Einsätze der Feuerwehr mehr nötig.

Der 46-jährige Landwirt ging noch einmal über die verschiedenen Bauherrenwechsel seit 2006 ein.

Er war viele Jahre nur Verpächter und hatte keinen Einfluss auf den Fortgang der Bauarbeiten. Im August 2014 kaufte er die Anlage. Zu diesem Zeitpunkt stand nur der pure Beton. Er baute um und rüstete nach. Insgesamt hat er rund drei Millionen Euro in die Anlage investiert.

Beim anschließenden Rundgang über die Biogas-Anlage wurden die Gäste in zwei Gruppen aufgeteilt und der technische Ablauf erläutert. Etwa 6000 Megawattstunden Strom kann die Biogasanlage im Jahr produzieren. Ein Haushalt mit drei Personen verbraucht rund 4000 Kilowattstunden im Jahr. Den Strom aus Beuchte nimmt der Direktvermarkter EWE in Oldenburg komplett ab.

Die durch den Betrieb der Biogasanlage entstehende Wärme soll in das bereits bestehende Wärmenetz des Dorfes eingespeist werden. Bisher werden die 65 Haushalte  mithilfe von zwei Hackschnitzelheizkesseln versorgt. Das Wärmenetz ist 2008 fertiggestellt worden, seitdem wird es außerplanmäßig nur über diese Weise versorgt.

Clemens von König blickte auch in die Zukunft: „Es gibt aber im Dorf weiteren Bedarf, der auch mit der Biogasanlage gedeckt werden könnte. In der Vergangenheit hatten sich Bewohner, besonders bei Ostwind über den Gestank von Sickwasser aus dem Gärbehälter beschwert. Nun sind seit der Inbetriebnahme im vergangenen November alle Behälter der Biogasanlage überdacht. Da nicht alle Beuchter anwesend waren bittet von König, dass man sich bei zukünftigen Anliegen oder Beschwerden direkt an ihn werden kann.