Die Ortsfeuerwehr Weddingen hat ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) mit einem Löschwassertank von 1000 Liter Volumen.
Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk überreichte den Fahrzeugschlüssel an Stadtbrandmeister Christian Hellmeier, der reichte ihn an den stellvertretenden Ortsbrandmeister Jürgen Grimm weiter.
Nach der Fusion mit der Stadt Goslar und der Übernahme des durch den Rat der Stadt Vienenburg verabschiedeten Feuerwehr-Bedarfsplanes, konnte nunmehr die geforderte Umsetzung erfolgen. Aus dem Bedarfsplan war ein Fahrzeug für 100.000 Euro vorgesehen. „Das Fahrzeug ist maßgeschneidert und die 23 Jahre alten Gerätschaften des alten Fahrzeuges wurden alle erneuert, es gibt keine zweiklassige, sondern nur eine erstklassige Feuerwehr“, so der Stadtbrandmeister. Der Anschaffungswert des neuen TSF-W beträgt 142.500 Euro. „Durch die neuen Fach- und Löschzüge ist das Fahrzeug nicht nur in Weddingen im Einsatz.
Dank der zwei hauptamtlichen Gerätewarte der Stadt Goslar, werden die Gerätschaften der Fahrzeuge so gebaut, wie sie benötigt werden“ sagte der Stadtbrandmeister mit Stolz. Das Fahrzeug ersetzt nach 23 Jahren das alte TSF-W, es wird zukünftig im ganzen Stadtgebiert von Goslar als Ersatzfahrzeug bereitgestellt. Das neue Fahrzeug kann eine Staffel und sechs Einsatzkräfte aufnehmen. Die feuerwehrtechnische Beladung ist für eine Löschgruppe mit neun Einsatzkräften ausgelegt. Das benötigte Personal wird mit dem im Jahr 2015 neu beschaffenen Mannschafttransportwagen dem Löschfahrzug an die Einsatzstelle zugeführt. Allein durch den großen Löschwassertank ist eine deutliche Verbesserung für die Brandbekämpfung eingetreten, denn das Vorgängerfahrzeug verfügte lediglich über 500 Liter Löschwasser.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass nun zwei Einsatzkräfte die Möglichkeit haben, sich während der Einsatzfahrt mit Atemschutzgeräten auszurüsten. Zur Absicherung von Einsatzstellen verfügt das Fahrzeug nun über eine aufblitzende Heckwarneinrichtung.
Bei Verkehrsunfällen haben die Einsatzkräfte die Möglichkeit, sich mit Hilfe eines Glas-Masters einen Zugang zum Patienten im verunfallten Fahrzeug zu verschaffen. Mit Hilfe einer speziellen Säge kann die Windschutzscheibe herausgeschnitten werden oder mit einem Federkörner eine Seitenscheibe eingedrückt werden. Das acht Tonnen Fahrzeug hat 180 PS, Automatik-Schaltgetriebe, eine EURO 5-Abgastechnologie und eine Rückfahrkamera.
Zu den Gästen zählten der Kreisbrandmeister Uwe Fricke, Mitglieder des Rates, Ortsvorsteher Gerd Schäfer und Vertreter aller Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Goslar.
Nordharz-Portal Archiv Nachrichten aus der Region Nordharz und Artikel für Verbraucher