Samstag, 10. Januar 2026 2:30
Herbstwanderung des Läufer-Team Oker ins Altvatergebirge

Wanderurlaub des Läufer-Team Oker im Altvatergebirge

Alljährlich bietet das Läufer-Team Oker im Herbst eine Vereinsfahrt an. Viele Jahre war das Riesengebirge das Ziel. Nun ging die Fahrt vom 14.09. – 21.09.2014 etwas weiter ins Altvatergebirge (Jeseniky)

1. Tag : Anreise.
Bei wechselhaftem Wetter fuhren wir, Bodo und Erika Pfeuffer und Heidrun und Hartmann Jung, über Dresden, Bautzen, Reichenberg (Liberec), Königsgrätz (Hradec Kralove) zur Klosteranlage mit Wallfahrtskirche auf dem Muttergottesberg in Grulich ( Kraliky). Nach der Besichtigung der über 300 Jahre alten Anlage, besonders die Gruft war sehenswert, ging es weiter nach Bela pod Pradedem bei Jesenik (Freiwaldau) ins Parkhotel.

2. Tag : Nach kurzer Autofahrt erreichten wir das Skigebiet Ramzova. Mit zwei Liften –  1.459 m und 1.810 m lang – hatten wir von der Talstation (782 m) zum Serak (1.351 m) knapp 700 Höhenmeter bequem überwunden. Der Keprnik war das Ziel und auf dem Rückweg kehrten wir in die Chata Serak zu einer kleinen Stärkung ein .

3. Tag : Das Wetter war wieder gut und so nahmen wir heute den höchsten Berg im Altvatergebirge, den Pradet (Altvater) in Angriff. Über Karlova Studanka (Karlsbrunn) fuhren wir die Mautstrasse ins Ski-Areal Praded, ca. 200 m unterhalb des weithin sichtbaren Gipfels. Auf dem geteerten Weg ging es dann die letzten 2,5 km stetig bergan zum 1.491 m hohen Altvater. Wie schon am Vortag war es warm, windstill und die Sonnen schien, aber es gab leider keine optimale Fernsicht.

4. Tag : Über Freiwaldau, Einkauf des wohlschmeckenden PRADET, ging es über Reihwiesen (Rejviz), der höchstgelegenen Ortschaft in Schlesien (770 m), weiter nach Zuckamantel (Zlate hory). Das Ziel war die Bischofskoppe (Biskupska kupa) in 888 m Höhe. Ein schöner Rundblick bis ins polnische Flachland entschädigte für den anstrengenden Aufstieg. Auf der Rückfahrt duchwanderten wir den Naturlehrpfad in Reihwiesen – dem größten Bergmoor in Schlesien.

5. Tag : Kurz vor Freiwaldau fuhren wir rechts ab zur Krizovy Vrch (St. Annen-Wohlfahrtskapelle). Nun ging es stetig bergan zur Goldkuppe (Zlaty chlum) in 980 m Höhe. Auch hier war die Aussicht auf Freiwaldau und den Priessnitzchen Anstalten optimal. Dieses Heilbad in Gräfenberg – erste Wasserheilanstalt der Welt – wurde 1822 von Vincenz Priessnitz eröffnet. Fast schon eine kleine Stadt mit insgesamt 725 Betten und schönen Parkanlagen bietet dieses bekannte Sanatorium den Gästen viel.

6. Tag : Das Wetter war nicht mehr ganz so angenehm wie an den Vortagen. Heute war das Pumpspeicherkraftwerk in Dlouhe Strane das Ziel. Gleich drei wichtige Rekorde sind hier zu bestaunen:
1.  Europaweit die größte Pumpturbine mit einer Leistung von 325 MW
2.  Die größte Fallhöhe in der CR – 510,7 m
3.  Mit einer Gesamtleistung von 2 x 325 MW das größte Wasserkraftwerk in der CR.
Wir buchten die interessante Führung, per Bus –  nur schade, alles in tschechisch – von der unteren Talsperre bis in 1.351 m Höhe zum Oberbecken. Dort stürmte es doch schon ganz schön und der Altvater hüllte sich in Nebel. Am Nachmittag wurde die sehr gut ausgebaute Höhle Na Pomezi in Lipova lazne besucht. Die Höhle mit dem größten Höhlensystem in der CR entstand durch Marmorauswaschung. Ein Großteil gehört zu den sogenannten „lebenden Höhlen“, das heißt es bilden sich ständig neue Tropfsteine und alte Tropfsteingebilde werden umgeformt. Auf der fast 500 m langen Besichtigungsstrecke sind unter anderem der Eisdom, der weiße Dom, das Römerbad, der Königskamin und das Herz gut zu erkennen.

7. Tag : Heute, zum Abschluss, ging die Fahrt nach Jauernig (Javornik) ins Reichensteiner Gebirge (Rychleby Hory). Unterhalb des sehr schönen Schloss Johannesberg (Jansky Vrch) wurde der PKW abgestellt und auf der blauen Route durch das Krebstal (Raci udoli) zur Burgruine Rychleby (425 m hoch) gewandert. Im 13. Jahrhundert wurde von dieser Burg der ehemalige Handelsweg von Glatz nach Böhmen überwacht. Über die Teufelskanzln (Certovy kazateny) ging es zurück.

8. Tag : Rückreise über Polen.
Insgesamt legten wir in den 8 Tagen ca.1.800 Kilometer zurück.

Heidrun und Hartmann Jung, die zuletzt 2002 im Altvatergebirge waren, stellten fest, dass sich sehr viel verändert hat und die schöne Landschaft mit den vielen, vielen Sehenswürdigkeiten durchaus mit anderen Urlaubsgebieten mithalten kann. Die freundliche, familiäre Atmosphäre im kinderfreundlichem Park Hotel hat allen sehr gut gefallen und wird uns in angenehmer Erinnerung bleiben.

Ein umfangreiches Fotoalbum mit vielen tollen Fotos gibt es hier