Eigentlich sollte der Start in Helmstedt ein Höhepunkt werden.
Gut vorbereitet fuhren Agata Krafzcyk und Hartmann Jung vom Läufer-Team Oker nach Helmstedt. Doch unterwegs klagte Agata über Müdigkeit, da kam dann heraus, dass Agata anstatt der 90-92 Sekunden für die 400 m Intervalle am Mittwoch, nur 80 Sekunden lief. Jung war nun klar, das die angestrebte Zeit von ca. 19:30 Minuten keinesfalls möglich war.
Hinter der Helmstedterin Elisabeth Frewer, die immerhin in diesem Jahr schon 19:11 gelaufen war, sollte Agata im Windschatten versuchen ihr möglichst lange zu folgen. Doch schon nach wenigen Runden musste sie immer wieder abreißen lassen, um dann wieder aufzuschließen, das kostet natürlich viel zusätzliche Kraft. Nach 4 km (16:06) war eigentlich die angestrebte 19er Zeit nicht mehr drin, doch Agata lief der enteilten Frewer hinterher und Jung merkte, vielleicht geht da noch was. Lautstark feuerte er sie an und ihr Spurt war sehenswert, fast holte sie die wesentlich stärker eingeschätzte Helmstedterin noch ein und wurde mit ihrer Zeit von 19:59,7 Minuten für ihren Kampfgeist belohnt. Diese Zeit, natürlich persönliche Bestzeit, ist seit Jahren von keiner Frau im NLV Kreis Goslar unerreicht.
In der Landesbestenliste hat sich Agata, die erst im April zum Läufer-Team kam, vom 800 m bis 5.000 m platzieren können. Von einer reinen Volksläuferin hat Hartmann Jung in nur wenigen Monaten sie zu einer Bahnläuferin im Ferntraining aufgebaut. Ihre Stärken liegen eindeutig auf den längeren Strecken.
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