Dienstag, 3. März 2026 19:18
Elternhaus
Harald Germandi (Elternhaus), Ehepaar Monika und Thomas Morawiec (Wollstube)

Die Sammelbox war mit 1000 Euro voll

Für das Ehepaar Monika und Thomas Morawiec, Inhaber der Wollstube in der Hokenstraße 15, ist es seit Jahren eine Tradition, Geld für das Elternhaus in Göttingen zu sammeln

Die Summe von 1000 Euro setzt sich zusammen aus Spenden für fachkundige Beratung, die Abgabe von Wollrestetüten für zwei Euro und für viele Hilfestellungen beim Stricken und Häkeln. Auch vom Verkauf von Babysachen geht ein Teil an das Elternhaus. Statt in die Kaffeekasse wanderte das Geld in die Sammelbox. Nach einem Jahr war die Box mit 1000 Euro gefüllt und das Geld konnte an Harald Germandi, Kassenwart der Stiftung Elternhaus an der Uniklinik Göttingen überreicht werden.

Das Elternhaus Göttingen finanziert sich fast ausschließlich aus Spenden

Eltern von schwerst oder lebensbedrohlich erkrankten Kindern sowie von Frühgeborenen finden im Elternhaus ein Zu Hause auf Zeit, direkt neben der Uni-Klinik. Doch nicht nur die nahe Wohnmöglichkeit zu ihrem kranken Kind hilft den Familien. Das Elternhausteam nimmt sich der Familien in allen erforderlichen Bereichen an, hört zu, berät, unterstützt – je nach individuellem Bedarf. Auch die lebensbedrohlich erkrankten Kinder aus Goslar und dem Harz werden in Göttingen behandelt.
Die Spende kommt gerade richtig, so Harald Germandi, denn nach Ostern beginnt eine große Umbaumaßnahme im Elternhaus. Es bestehen große Platzprobleme, es soll die Verwaltung umgebaut und das Kinderzimmer in das Wohnzimmer verlegt werden. Es wird viel Lärm und Dreck entstehen, aber nach 30 Jahren muss etwas geändert werden. Es wurden in den vergangenen Jahren die nötigen Mittel gesammelt. Das Elternhaus hat 18 Einzelzimmer und zwei Apartments, alle sind behindertengerecht. Im Durchschnitt ist das Elternhaus zu 60 Prozent belegt, die Verweildauer ist mit zwei bis drei Tagen kürzer geworden, so Harald Germandi. Der größte Teil der Gäste kommt aus Niedersachsen und ganz Deutschland. Aber auch aus Russland, der Ukraine und Syrien kommen Kinder und Familiengehörige. Manchmal muss ein Dolmetscher organisiert werden, um das Miteinander zu organisieren.