Montag, 12. Januar 2026 1:29
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SoVD Reise mit gelungener Überraschung

Reise des SoVD Bad Harzburg in das Emsland und Niederlande/Holland

Es ist Sonntag der 22. April 2018 Pünktlich wie wir es gewohnt waren, kam unser Reisebus mit dem uns seit langem bekannten Busfahrer welcher auch selber der Chef des Busunternehmens ist. Die Koffer und Rollatoren waren schnell eingeladen und nun wurde uns (wie es bei jeder Busfahrt Pflicht ist) noch einmal alles Wichtige im Bus vorgestellt. Unsere Reise führte über die Bundesstraße 6 zur Autobahnauffahrt Derneburg, dann auf der A7 zum AB-Kreuz Hannover und auf der A2 weiter in Richtung Dortmund. Als wir an Bad Eilsen vorbeifuhren sagte unser Vorsitzender, Herr G.Rauer, er habe soeben das Frühstück bestellt, die Brötchen würden nun gebacken und wenn wir in Bad Oeynhausen auf die Raststätte Pausenschmaus kämen, sei alles für uns gedeckt. Genau so war es.

Nach dieser kleinen Überraschung fuhren wir weiter durch Bad Oeynhausen

Hier ist seit ca. 40 Jahren eine Umleitung geplant. Wie man es an Baustellen sah, könnte sie dieses Jahr fertig werden. Weiter auf der A30 bis Osnabrück. Hier übernahm Herr Rauer wieder die Führung. Er hatte 30 Jahre in und um Osnabrück gewohnt, konnte uns so viel von und über die Stadt berichten. Wir erfuhren wo der Schölerberg sei und der Osnabrücker Zoo sein Zuhause habe. In dieser Gegend hatte er gewohnt und war hier zur Schule gegangen. Unser Plan war, am Osnabrücker Dom eine Pause einzulegen, um zum Rathaus der Friedensstadt zu gehen, denn in Osnabrück und Münster wurde 1648 der Westfälische Frieden geschlossen. Leider waren alle Parkplätze belegt, so dass wir weiterfahren mussten.

Dabei wurden uns die Karlsteine gezeigt, an denen Karl der Große den Germanenkönig Wittekind (Wiedukind) zum römischen Glauben bekehrte. Es war ein Hünengrab. Der Sage nach soll Wittekind Karl den Großen aufgefordert haben, sich mit Folgendem zum Christentum zu bekennen: „Wenn es einen Gott gibt, der größer ist als der unsere, dann musst du mir das Zeigen, dass, wenn du mit deiner Reitpeitsche auf diesen Stein schlägst und er zerbricht, werden wir an deinen Gott glauben!“. Karl der Große betete zu Gott, schlug mit seiner Reitpeitsche auf den Stein. Dieser zerbrach in drei Teile. So wurden die Germanen zum römischen Glauben bekehrt.

Weiter ging die Fahrt nach Rulle, einem kleinen Wallfahrtsort

Hier hatte Herr Rauer gewohnt, bevor er nach Bad Harzburg kam. In Lechtingen sahen wir eine Windmühle stehen, sie gilt als Keimzelle der Mühlenfeste, welche jedes Jahr am Pfingstmontag gefeiert werden. 2018 zum 25. Mal. Alte Freunde wurden in Lechtingen besucht, dabei sogar ein Geburtstagskind. Dieses bekam von der Busgruppe ein Geburtstagsständchen und so kamen wir dann zeitlich passend zur Kaffeezeit zu unserem Hotel Heilemann in Wietmarschen.

23. April 2018 Nach dem guten Frühstück führte uns die Fahrt in die Niederlande nach Kraggenburg / Noordoostpolder. Das Land liegt ca. 4 Meter unter dem Meeresspiegel. Hier beginnt eine ca. 120 Kilometer lange Strecke durch die Tulpenfelder. Dank unserer niederländischen Reiseleiterin Anna fuhren wir kreuz und quer über schmale Straßen von einem Tulpenfeld zum anderen. Wie bei uns die Kornfelder, so stehen dort die Tulpenfelder! Es war ein langer, schöner Tag. Mit vielem Neuen kamen wir etwas verspätet im Hotel an.

24. April 2018 Gut gefrühstückt, mit guter Laune und Anna als Reiseleiterin, fuhren wir wieder in das Nachbarland und in die 1250 Jahre alte Stadt Deventer. Hier warteten die Stadtführer auf uns. Deventer ist in den Kriegen nicht zerstört worden. Bausünden, wie sie vielerorts bekannt, gibt es hier nicht. Die Bevölkerung hatte sich gegen die Abrisse alter Häuser erfolgreich gewehrt stattdessen wurden sie in die Fabriken und in die Neu-Umbauten integriert. Das war gut so. Auf der Rückfahrt machten wir in einer Wassermühle Kaffeepause und waren pünktlich zum Abendessen im Hotel.

25. April 2018 Wie jeden Tag um 9:00 Uhr ging es los. Heute nach Emden. Stadtbummel in Otto’s Heimatstadt war angesagt. Feuerschiff und Großmastsegler wurden bestaunt. Es folgte eine Stadtrundfahrt, mit dem Bus vorbei am VW Werk zum Emdener Borkum Hafen. Hier werden die Autos nach Übersee verladen. Das Emssperrwerk durfte bei der Besichtigungstour natürlich nicht fehlen. Hier wird die Ems angestaut damit die großen Schiffe von Papenburg’s Meyer-Werft aus über die Ems fahren können. Gleichzeitig ist es auch ein Hochwasserschutz. Dazu würde es dann geschlossen, damit das Wasser der Nordsee nicht in die Ems drücken könne.

Im Hotel angekommen, waren zum Abendessen die Sitzreihen verändert

Auftritt der Volkstanzgruppe De Korenaer

Was hatte das zu bedeuten? Es war 20:00 Uhr. Ein Herr mit weißen Holzschuhen, den Klompen, an den Füßen, und in schwarzer Tracht kam herein, baute ein Mikrophon auf, sagte nichts und ging. Die Tür zum Saal ging auf, begleitet von Schifferklaviermusik betrat eine Trachtengruppe den Saal. Das war die Überraschung unserer Reiseleiterin Anna. Herr G. Rauer und Anna kennen sich schon seit 1984. Damals war diese Trachtengruppe zum ersten Male in Bad Harzburg zu Gast beim Singekreis Ostpreußen und zum 50 jährigen Jubiläum war der Singekreis dann zum Gegenbesuch bei den Korenaer/Kornähre, so ihr Name, in Almelo. Durch viele Besuche in beide Richtungen ist diese Freundschaft nie verlorengegangen. Die Korenaer brachten durch ihre Volkstänze und Gesänge eine gute Stimmung und Anna erklärte auf Deutsch, wie jeder einzelne Tanz hieße, auch zum Mittanzen wurden wir aufgefordert. Spät ging dieser Tag zu Ende.

26. April 2018 Es regnete, wir verschoben die Abfahrt um eine Stunde und siehe da, es hörte auf.

Geplant war eine Fahrt nach Burtange, einer sternförmigen Wehranlage im Moor aus dem Jahre 1580

Sie wurde aber nie gebraucht und was zunächst wie ein Museum aussah, ist bewohnt. Da uns das Wetter zu unsicher war, verzichteten wir auf Burtange und fuhren nach groß Hesepe zum Moormuseum. Da es wieder feucht wurde, änderten wir den Plan und fuhren nach Emsbüren, besuchten dort den Emsflower als Größtes Gewächshaus-Gartenbaucenter in Europa um den Tag unter Blumen zu genießen, denn hier war es trocken. Danach Rückfahrt zum Hotel und Abendessen. Ich möchte noch anmerken, dass das Hotel eine hervorragende Küche besaß! Es schmeckte so gut, dass die Augen stets größer waren als der Magen! Apropos Magen: Dafür gab es Maikäferflugbenzin“.

27. April 2018 Nach dem Frühstück ab 8:30 Uhr Kofferverladen, Rückreise in die Heimatorte. Infolge etlicher Umleitungen und Staus waren wir um 17:00 Uhr wieder in Bad Harzburg.

Es war eine schöne Reise mit vielem Unbekannten für die SoVD Mitglieder

Sie wird lange in Erinnerung bleiben! Ein besonderer Dank gebührt unserer Reiseleiterin Anna Geerding, die uns ihr Heimatland näherbrachte, die Volkstanzgruppe organisierte und eben einfach da war. Ich möchte auch unseren Busfahrer Randolph Schmidt nicht vergessen der nicht nur durch sein fahrgastfreundliches Fahren, seine Hilfsbereitschaft beeindruckte, vor allem sich auch sichtbar Gedanken darüber gemacht hatte, was zum Gelingen einer solchen Reise beitragen könne, das auch zum Glück für uns aber auch umsetzte! Mit G.Rauer und R. Schmidt also ein Team im Gleichklang, mit dem man gern reiste! Diese Reise wurde vom SoVD Bad Harzburg ausgesucht und von Busreisen-Schönfeldt Wernigerode organisiert. Danke und bis zum nächsten Mal!