Seit Dezember 2017 ist eine neue Gehölzschutzverordnung im Landkreis Goslar in Kraft
Darin ist auch der Schnitt von Hecken geregelt. Ziel ist es, vitale und strukturreiche Hecken zu erhalten und zu entwickeln, zugleich aber auch die Kosten und den organisatorischen Aufwand für die Landwirte im Auge zu behalten, so Nicole Schwarzenberger von der Unteren Naturschutzbehörde. Um eine gute Balance zwischen diesen Zielen zu finden, sei Erfahrungsaustausch ausdrücklich erwünscht. Ohne schlagkräftige Maschinen ist die Gehölzpflege heute nicht mehr zu schaffen. Aber wie gut treiben die Sträucher nach dem Einsatz der Maschinen wieder aus, gibt die Behörde zu bedenken. Die Realgemeinde Weddingen hat dazu nun einen kleinen Versuch gestartet.
Ein kurzer Testabschnitt einer schmalen Hecke wurde auf den Stock gesetzt
Zwei Jahrzehnte nach der Pflanzung durch Landwirte und Jäger werden die Büsche alt und brüchig. Sie bieten am Boden immer weniger Schutz für das Rebhuhn und andere Tiere. Es wurde ein Teleskoplader mit einer schwenkbaren Säge bestückt, an der drei kreisrunde Sägeblätter auf einer Breite von über 1,50 Meter arbeiten. In mehreren waagerechten Schnitten wurden die Büsche heruntergeschnitten und dabei zerkleinert.
Die Weddinger Landwirte Henning Freckmann und Gunnar Breustedt sind zunächst zufrieden. „Wenn es im Sommer aus den Wurzelstöcken ordentlich grün austreibt, haben wir es richtig gemacht.“ Dann verjüngt sich die schmale, bunte Hecke aus Wildrose, Weißdorn und Holunder am Oheberg wieder. In den nächsten Jahren würden weitere Abschnitte der über 300 Meter langen Hecke auf den Stock gesetzt werden. Aus den alten Wurzelstöcken würde der Lebensraum für Vögel und Insekten wieder neu austreiben.
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