Groß gefeiert wurde der 700-jährige Geburtstag am Wochenende in Wülperode, dem kleinen, idyllischen Ort in Sachsen-Anhalt, dem Nachbarort des niedersächsischen Wiedelah.
Bereits 1995 wurde schon einmal 1000 Jahre Wülperode gefeiert. Wie sich später heraus stellte, beruhte dieses Datum aber auf der Fehlinterpretation einer Urkunde. Und so bereitete der damals gegründete Verein noch einmal die 700-Jahrfeier vor. Mit einem Festgottesdienst in der Kirche startete das dreitägige Fest.
Im Anschluss erfolgte die Einweihung des historischen Backhauses durch die Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck, Ingeborg Wagenführ, der Ortsbürgermeisterin Bettina Grünewald und Alexander Bruder, dem Bauleiter des Projektes.
Das Baumaterial wurde teils gespendet und durch den Arbeitseinsatz vieler ehrenamtlicher Helfer reichte das Budget von 6500 Euro aus. Bereits am Abend konnten die Gäste verschiedene frisch gebackene Brotwaren kosten.
Der Höhepunkt der Jubiläumsfeier
war der historische Umzug, begleitet mit Bildern zur Ortsgeschichte. Viele Aktive aus Wülperode und den umliegenden Ortschaften präsentierten sich in einem bunten Umzug. Angeführt mit historischen Gewändern von 1316, wurde mit fortlaufenden Bildern die Ortsgeschichte dargestellt.
Ein „Ambulatorium“, ein fahrendes Krankenhaus, die VEB-Kohlenhandlung oder die „Oker“ als Lebensquelle wurden präsentiert. Die Polizei stellte sich in verschiedenen Uniformen vor. Das Handwerk veranschaulichten Bäcker, Schlachter, Stellmacher und Leineweber. Auch die Mitglieder des Abbenröder Grenztreffens waren mit einem neuen Festwagen vertreten.
Musikalisch begleitet wurde der Umzug durch den Spielmannszug aus Ilsenburg. Geschichten und Geschichtchen waren auf dem historischen Bauernhof der Familie Mischke zu hören. Für Kinder gab es Animationen und Ritterspiele am Feuerwehrgerätehaus und im Kindergarten. Eine Ausstellung zur Dorfgeschichte war im DGH zu bewundern. Zudem wurde auf einem historischen Markt in der Schulstraße altes Handwerk gezeigt. Im Schafsstall gab es Kaffee und Kuchen, dazu sang der gemischte Chor „Harmonie“ aus Schladen.
Musik gab es am Abend erst von den jungen Nachwuchsmusikern aus dem Dorf, zur späteren Stunde brachte die Gruppe Blind Date aus Goslar mit Pop und Rock und vielen bekannten Hits das Publikum zum Tanzen. Zum Abschluss trafen man sich am Sonntag zum „Hausschlachtefrühstück“ für Jedermann, wobei die Sieger des Sonnenblumenwettbewerbes ausgezeichnet wurden.
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