Mit einer Pastoralmesse von Václav Emanuel Horák wurde das 35-jährige Bestehen der Flötengruppe Werlaburgdorf in der Johanneskirche gefeiert
Die Gründerin und Leiterin der Flötengruppe Werlaburgdorf, Petra Schoenawa, begrüßte zahlrechte Gäste aus nah und fern zum Gottesdienst. Die Gottesdienstbesucher bekamen eine kurze Einführung in die Pastoralmesse, die in ihren Teilen im Laufe des Gottesdienstes erklang. Pfarrer Frank Ahlgrim ging in seiner Predigt auf die Bedeutung der Musik im Glauben und für unser Leben ein. Anschaulich sprach er davon, dass unsere Stimmungen und Gefühle sowie unser Verhältnis zu unserem Schöpfer und Jesus Christus durch und mit der Musik geprägt werden. In fröhlichen aber auch in traurigen Zeiten hilft die Musik, die Ereignisse zu verarbeiten.
Die ganze Bandbreite der Blockflötenfamilie, von der Sopran- bis hin zur Subbassflöte, war in diesem Jubiläumskonzert zu hören. Den Solopart der Oberstimme spielte zudem Jonas Ahlgrim souverän auf der Sopraninoflöte. Am Klavier begleitete Simone Weber die Messe gekonnt in gewohnter Weise. Mit dem achtstimmigen Satz von Felix Mendelssohn-Bartholdy Denn er hat seinen Engeln befohlen beschloss die Flötengruppe Werlaburgdorf den Jubiläumsgottesdienst und freute sich über den herzlichen Applaus der Gottesdienstbesucher.
Im Anschluss wurde bei einem kleinen Empfang, den der Kirchenvorstand vorbereitet hatte, auf die 35 Jahre angestoßen und bei netten Gesprächen blieben alle noch ein wenig in der Johanneskirche zusammen.
Die Flötengruppe setzt sich aus Lonas Ahlgrim (Soppranino und Alt), Kristina Bartels, Christa Thiele, Pertra Schoenawa (alle Sopran), Laila und Ingrid Hattwig, Barbara Witczak (alle Alt), Hildegard Angerstein, Lisanne Brinkmann, Jessica Keie, Nina Plumenbohm, Sabine und Thilo Romey, Astrid Schlechtweg (alle Tenor), Claudia Brien, Ulrike Grall, Lena Haase, Sieglind Nierling, Stefan Schoenawa (alle Bass) und Simone Weber (Klavier und Bass) zusammen.
Petra Schoenawa gab einen kurzen Rückblick auf die 35 Jahre schöner Erlebnisse und das harmonische Miteinander
Am 22. März 1984 saß Petra Schoenawa mit fünf jungen Mädchen im Pfarrhaus in Werlaburgdorf zusammen und es wurde beschlossen, gemeinsam mit dem Blockflötenspielen zu starten. Vor 35 Jahren hätte Petra Schoenawa im Traum nicht daran gedacht, dieses Jubiläum feiern zu können. Im Laufe der Jahre hat sich die Flötengruppe immer wieder verändert. Neue Spielerinnen und Spieler kamen dazu und mit viel Wehmut wurden immer wieder Spielerinnen und Spieler verabschiedet.
Petra Schoenawa ist sehr dankbar, dass es immer wieder gelungen ist, Kinder, Jugendliche und Erwachsene für das Blockflötenspiel zu begeistern. In all den Jahren ist neben dem gemeinsamen Musizieren die Gruppe fast wie eine große Familie zusammengewachsen. Begonnen wurde damals mit vier ganz normalen Sopran-Schulblockflöten und einer ersten Altblockflöte. Heute ist es möglich, die unterschiedlichsten Formen der großen Blockflötenfamilie einzusetzen. Da sind die Sopranfllöten, die Altflöten, die Tenor- und die Bassflöten. Und seit noch nicht all zu langer Zeit ist der Kreis auch mit Groß- und Subbässen vertreten. Vor vier Jahren wurde der Flötengruppe ein Subbass dank einer großen Spende der Hans und Helga Eckensberger-Stiftung aus BS anschafft und es erfreut alle über eine vielfältige Klangfarbe. Ganz oben drüber hört man auch die Sopraninoflöte mit ihrem hellen Klang.
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