Mittwoch, 4. März 2026 17:10
Organist Matthias Müller am Harmonium

19. Kleinkunstfestival „Grenzgänger“ in Abbenrode

Die evangelische Kirchengemeinde Abbenrode hatte im Rahmen des 19. Kleinkunstfestival „Grenzgänger“ den Organisten Matthias Müller in der Andreaskirche zu Gast, um Kunst auf das Land zu bringen.

Der Organist Matthias Müller spielte dabei auf der über 300 Jahre alten Contiusorgel interessante Orgelmusik aus aller Welt. Erst 90 Minuten vor Konzertbeginn traf Müller direkt aus dem 2000 Kilometer entfernten Barcelona ein. Dort hatte er, wie in weiteren Orten in Spanien und Frankreich, einige Konzerte gegeben.

Organist Matthias Müller am Harmonium
Organist Matthias Müller am Harmonium

Der 49-jährige Müller wurde in Ostfriesland geboren und ist über einige Umwege nun in Sachsen-Anhalt gelandet. Seit 2007 ist er Kantor im Kirchenkreis Haldensleben-Wolmirstedt und gibt seit über 30 Jahren Konzerte. Mit einer Pastorale aus Prag eines ungekannten Komponisten begann das Konzert. Dann folgte eine Sonate in fünf Sätzen von Philippus Pohl sowie eine Andate aus der Tschechoslowakei von Jan Kuchar. Zum Abschluss im ersten Teil folgte „Lobet den Herrn, den König“ von Max Drischner, der die letzten 16 Jahre seines Lebens in Goslar verbrachte. Matthias Müller erhielt Teile des Nachlasses von Max Drischner zur Aufbewahrung zugesprochen.

Zur Abwechslung brachte Müller auch noch das restaurierte Harmonium aus dem Jahr 1900 wieder zum Klingen. Als der Organist vor einigen Monaten in Abbenrode zu Gast war, sah er in der Ecke das verstaubte Harmonium, gebaut in Woodstock in Canada. „Vier Elegien“ vom Deutschen Komponisten Eduard Biehl und eine Pastorale von einem kanadischen Dichter waren zu hören. Zwei Stücke von Alfred Lebeau aus Frankreich „Der Marsch der Äthiopier“ und „Der Marsch der Scheppriesen“ aus dem Kaukasus folgten sowie eine Pastorale vom Deutschen Komponisten Hermann Bensen zum Abschluss. Im zweiten Teil auf der Orgel gab es „Vier Flötenstücke“ von Heyden und ein Katalanisches Weihnachtslied aus Barcelona. Als Zugabe entschied sich der Komponist für das Harmonium mit „Abendstück“ von Alfred Lebeau.