Montag, 15. Juli 2024 16:31
Brandcontainer
Atemschutzträger in der Vorbereitung

Üben im mobilen Brandcontainer in Goslar

Bereits zum vierten Mal übten rund 100 Einsatzkräfte aus den elf Feuerwehren im Stadtverband Goslar an zwei Tagen an einem mobilen Brandcontainer

Im Gegensatz zu anderen Menschen rennen Feuerwehrleute oft dort hinein, wo andere hinausrennen: in das heiße Feuer. Um sich auf solche Szenarien vorzubereiten und sich an die Hitze zu gewöhnen, haben die Brandschützer in einem Heißcontainer trainiert. Die ausgebildeten Atemschutzgeräteträger übten, begleitet von erfahrenen Ausbildern, in der gasbefeuerten Anlage Szenarien wie ein Kellerbrand, Türöffnungen und Wohnungsbrand.

Die Atemschutzträger konnten wählen, die erfahrenden Einsatzkräfte bekämpften einen Kellerbrand über eine Treppe von oben, noch nicht so erfahrende wählten als Einsatz einen Wohnungsbrand von der Seite des Containers. Dabei geht es vor allem um die Gewöhnung. „Den jüngeren Einsatzkräften fehlt es an Erfahrung. Dies machen wir durch solche zusätzliche Ausbildung wett“, sagt Stadtbrandmeister Christian Hellmeier. Aber auch die erfahreneren Brandschützer konnten in dem Container ihre Kenntnisse vertiefen. „Wichtig ist die Weiterführung der erlangten Erkenntnisse und das Erlernen neuer Techniken“, so Hellmeier.

Kontrolliert wurde die Einsatzkleidung von den Ausbildern, es müssen alle Reißverschlüsse verschlossen sein. Begleitet wurden die Übungsteilnehmer von erfahrenen Feuerwehrleuten, schließlich steigen die Temperaturen in den Heiß-Containern teils über 250 Grad Celsius an. Priorität war eine Personenrettung hinter einer Tür. Aus einem Raum konnten zwei Trainer den Einsatz genau beobachten und Anweisungen geben, außerdem wurden alle Fehler notiert. Nach 15 Minuten war der Einsatz beendet. Anschließend fand eine Schlußbesprechung mit beiden Einsatzkräften sowie den Trainern Uwe Frobart und Michael Luer statt. Hier wurden die Fehler besprochen, so wurde nicht rückwärts die Treppe herunter gegangen und die Tür wurde nicht auf Wärme abgetastet.

Warum geht die Tür nicht richtig auf?

Hinter der Tür wird eine Person vermutet. Kommuniziert miteinander, so die beiden Trainer und Feuer aus, Wasser aus. An beiden Tagen standen Rettungssanitäter der DRK-Bereitschaft Vienenburg-Land bereit, um bei einem Notfall gleich Hilfe zu leisten. Die Kosten für die Heißausbildung betragen 5500 Euro. Für Stadtbrandmeister Christian Hellmeier bleibt die Übung in der Heiß-Anlage ein fester Bestandteil für die Ausbildung der Goslarer Feuerwehren.

Homepage: Freiwillige Feuerwehr Goslar