Freitag, 30. Juli 2021 18:37
Einweihung der Krippe in Wolfshagen

Kinderkrippe – Neubau in Wolfshagen wurde eingeweiht

Mit einer Schlüsselübergabe von Bürgermeister Ingo Henze an die Leiterin Annett Kuhlmey während einer Feierstunde wurde die neue Kinderkrippe eingeweiht

Über 100 Gäste konnte Bürgermeister Ingo Henze an dem regnerischen Vormittag in der hellen und gelungenen neuen Einrichtung begrüßen. Der Bürgermeister gab noch einmal einen kleinen Rückblick über den Neubau. Im Februar 2018 wurde das Gelände für den neuen Standort begradigt, dann stieß man auf alte Heizöltanks, nach der Winterpause begann der Neubau. Im April konnte im kleinen Kreis das Richtfest gefeiert werden, dann begann der Innenausbau. Am 30. Juli gab das Landesjugendamt nach der Abnahme der Kinderkrippe grünes Licht.

Schrittweise Eingewöhnung der Kinder

Los ging es am 1. August mit jeweils zwei Kindern pro Gruppe, die Eingewöhnungsphase erfolgt nach dem Berliner Modell. Ziel war eine schrittweise Eingewöhnung der Kinder. Derzeit werden einmal vier und einmal elf Kinder in den zwei Gruppen betreut. Die Ganztagsgruppe wird von 7 bis 17 Uhr betreut, in der zweiten Gruppe endet die Betreuung um 14 Uhr. Im Februar/März wird man die Vollauslastung erreichen. Ein großzügig gehaltener Eingangsbereich für Veranstaltungen und eine kleine Turnhalle sind entstanden. Zudem hat man Sozial- und Sanitärräume, eine Küche und Gruppenräume gebaut, die farblich in grün und gelb für die Kleinen Füchse und Eichhörnchen gehalten sind.

Bisher wurden gut zwei Millionen Euro für den Baukörper ausgegeben. Der Spielplatz ist fertig, demnächst erfolgt noch der Ausbau der Parkplätze und die Umfahrung der Einrichtung. Die Kosten bleiben unter 2,5 Millionen Euro, geplant waren einmal 1,3 Millionen Euro. Fördermittel in Höhe von 360.000 Euro konnten vom Land Niedersachsen in Anspruch genommen werden. Das gesamte Gebäude ist in seiner Proportion so ausgerichtet, dass später einmal ein Kindergarten mit zwei Gruppenräumen für je 25 Kinder angebaut werden kann. Wann das einmal sein wird, kann der Bürgermeister noch nicht sagen, es kann in zwei, drei oder fünf Jahren sein. Es entstanden sieben neue Arbeitsplätze, das neue Erzieher-Team in der Krippe stammt aus verschiedenen Einrichtungen aus dem Stadtgebiet, deren Arbeitsplätze wurden durch neu eingestellte Erzieherinnen ersetzt.

Ein Dankeschön gab es an die Baufirmen für die gute Zusammenarbeit und an die Eltern für die vergangenen Wochen. “Es war nicht immer einfach, bei Lärm und Staub hier zu sitzen,” so die Leiterin Annett Kuhlmey. „Aber die Kinder kommen sehr gerne in die Krippe und schlafen auch sehr gerne hier“, so Kuhlmey weiter, hierbei gab es einige Freudentränen.

Wieder für junge Familien attraktiv

Ortsbürgermeister Burkhard Pahl erinnerte noch einmal an den Unmut der Jugendlichen, dass für das Baugrundstück der Bolzplatz verschwinden musste. Im Haushalt steht Geld bereit, um etwas Neues für Fußball und Geselligkeit anzulegen. Wolfshagen ist mit der Kinderkrippe für junge Familien wieder attraktiv, aber leider kann kein Bauland zur Verfügung gestellt werden. Dafür stehen einige Häuser zum Verkauf.
Für den Ortsbürgermeister ist der Standort ideal, besonders die Nähe zur Turnhalle und Grundschule. „Auch ist so eine Krippe ein kleines Zahnrädchen, was sich einfügt, um die Stadt Langelsheim und auch Wolfshagen attraktiv für Eltern zu machen. Denn Eltern, die hier wohnen, aber auch Eltern, die überlegen, sich in unserer Stadt niederzulassen, schauen natürlich, auch neben anderen Faktoren, wie es um die Versorgung für ihre Kinder bestellt ist. Da steht uns auch eine Krippe sehr gut zu Gesicht“, so der Vorsitzende vom Kinderbeirat und Ausschussvorsitzender vom Jugend Sport und Soziales, Heiko Zieroth.

Aus dem Matthäus Evangelium hielt Pfarrer Harald Merz die Lesung. Er wünschte den Kindern Geborgenheit und Schutz sowie Gottes Segen für alle die hier ein und aus gehen. Im Eingangsbereich wurden 20 Bilder von der Malerin Sabine Jacob aus Goslar extra für die Kinder eindimensional mit Acryl gemalt. Vom Architektenbüro Axel Blume aus Goslar gab es als Geschenk eine Nestschaukel, sie wird ihren Platz an den Balken im Turnraum erhalten.

Das Berliner Modell erklärt