Donnerstag, 8. Dezember 2022 18:39
Bosseln

DLRG Bosseln 2019

Auch in diesem Jahr fand wieder das traditionelle interne Bosseln der Schladener Wasseretter statt

Über 30 Athleten der DLRG Schladen waren erschienen, um dem Ostfriesischen Nationalsport zu frönen. 5 Teams gingen ins Rennen. Insgesamt wurden die Kugeln für 374 Würfe bemüht. Die Teams lagen gar nicht mal weit auseinander. Es bewegte sich zwischen 77 und 85 Würfen.
Allerdings wurden die Platzierungen ein wenig durch die sogenannten Ditscher verändert. Das bedeutet, wenn man mit seinem Wurf eine andere Kugel berührt, bekommt man einen Wurf abgezogen, was wiederum gut ist, denn wer die wenigsten Würfe auf der Strecke hat, gewinnt.

Die Ausrichter war die Vorjahresmannschaft mit den meisten Würfen über die gesamte Strecke

Das Team hatte einen schönen rund 6 km langen Streckenverlauf ausgewählt. Der Startschuss fiel zwischen dem Buchladen und der Gielder Kreuzung. Der erste Knickpunkt erfolgte an der ersten Abzweigung bei einem bereits fruchtlosen Birnenbaum. Auf der freien Fläche wehte ein sehr frischer Wind, aber die mitgeführte Wegzehrung glich das wieder aus. Nachdem die erste Stärkung erfolgt war, ging es weiter, jetzt mit Rückenwind und bergab. Zum nächsten Boxenstopp nutzte man den angebotenen Windschatten. Vergnügt und mit lustigen, aber auch lobenden Kommentaren, zu den verschiedenen Wurftechniken oder missglückten Würfen, ging es weiter, immer Richtung A 36, die allerdings nur überquert und nicht zum Spielfeld wurde. Ob mancher Wurftechnik munkelte man, evtl. HALTUNGSNOTEN einzuführen.

Forschen Schrittes ging es dann weiter auf den Wasserweg. Um weiterhin boßeln zu können und nicht nur zu wandern, nutzte man einen Feldweg, parallel zur Autobahn, der die Boßler dann vorbei am Tennisheim, über die Oker, Richtung DLRG Station führte. Niemand wollte die meisten Würfe haben, denn das bedeutete ja, das man im Folgejahr die Organisation des Bosseltages gewonnen hätte.

In der Station angekommen, setzte man sich dann noch gemütlich zum Klönen zusammen und ließ sich den Rest der Wegzehrung und die leckere Suppe, die die fleißigen Köche/Innen vorbereitet hatten, schmecken. Etwas Warmes braucht der Boßler. Da bis auf den am Start, doch bereits erwähnten starken Wind, herrliches Wetter zu verzeichnen war, wurde den Organisatoren der Bosseltour für den tolle Planung und Umsetzung ein dickes Lob gezollt. Das Resümee des Tages, wenn man das ganze Jahr für seinen Verein ehrenamtlich unterwegs ist, hat man sich auch mal ein kameradschaftliches Miteinander in der Freizeit verdient. Alle Beteiligten freuen sich schon jetzt auf das kommende Jahr und vor allem wieder auf die Zeit, in der die KUGEL rollt.

Text und Foto: H. Balke